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International 03.04.2026, 08:35 Aktualisiert: 03.04.2026, 15:02

Kuba kündigt Freilassung von 2.010 Gefangenen als humanitäre Geste an

Kuba kündigt Freilassung von 2.010 Gefangenen an.

Wichtige Fakten

  • Kuba kündigt Freilassung von 2.010 Gefangenen an.
  • Freigelassene umfassen Ausländer, Jugendliche, Frauen und Ältere.
  • Freilassung erfolgt im Kontext der Osterfeiertage.
  • Russland kündigt zweiten Öltanker für Kuba an.
  • WHO warnt vor Auswirkungen der Kraftstoffknappheit auf Krankenhäuser.

Überblick

Kuba hat am Donnerstag die Freilassung von 2.010 Gefangenen als "humanitäre und souveräne Geste" angekündigt. Laut einer Erklärung der kubanischen Botschaft in den USA umfasst die Freilassung ausländische Staatsangehörige, Jugendliche, Frauen und Personen über 60 Jahre, die innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate vorzeitig entlassen werden sollten. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen der Osterfeiertage, was laut Botschaft eine übliche Praxis im kubanischen Strafjustizsystem darstellt. Es ist bereits die fünfte solche Freilassung seit 2011, womit insgesamt über 11.000 Menschen begnadigt wurden.

Hintergrund und Kriterien

Die Freilassung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltenden politischen Drucks durch die USA, insbesondere durch die Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus, der eine Änderung der kubanischen Führung anstrebt und eine Ölblockade verhängt hat. Dies hat zu schweren Kraftstoffknappheiten und weit verbreiteten Stromausfällen in Kuba geführt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte kürzlich, dass kubanische Krankenhäuser aufgrund der Brennstoffknappheit Not- und Intensivpflegedienste kaum aufrechterhalten können. Die Freilassung basiert auf einer sorgfältigen Analyse der Straftaten, guter Führung im Gefängnis, der Verbüßung eines erheblichen Teils der Haftstrafe und dem Gesundheitszustand der Gefangenen. Ausgeschlossen sind Personen, die Mord, Sexualdelikte, Drogenverbrechen, Diebstahl oder Verbrechen gegen die Autorität begangen haben.

Politische und wirtschaftliche Entwicklungen

Dies ist bereits die zweite Gefangenenfreilassung in diesem Jahr; im März wurden 51 Gefangene nach Gesprächen mit dem Vatikan freigelassen. Im Jahr 2025 hatte Kuba bereits 553 Menschen im Rahmen eines durch den Vatikan und die USA vermittelten Abkommens freigelassen. Experten wie Michael Bustamante von der University of Miami sehen in der jüngsten Ankündigung ein mögliches Zeichen für Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und Kuba, obwohl beide Seiten politische und wirtschaftliche rote Linien gezogen haben. Gleichzeitig kündigte Russland an, einen zweiten Öltanker nach Kuba zu schicken, nachdem erst letzte Woche ein russischer Öltanker mit rund 730.000 Barrel Rohöl in einem kubanischen Hafen anlegte – die erste solche Lieferung seit Anfang Januar. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch berichten jedoch weiterhin von Hunderten politischen Gefangenen in Kuba, wobei Regierungskritiker Schikanen und strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt sind.

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