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International 03.04.2026, 08:35 Aktualisiert: 03.04.2026, 10:12

Kuba kündigt umfangreiche Gefangenenbefreiung an

Kuba kündigt Freilassung von 2.010 Gefangenen an.

Wichtige Fakten

  • Kuba kündigt Freilassung von 2.010 Gefangenen an.
  • Freigelassene umfassen Ausländer, Jugendliche, Frauen und Ältere.
  • Freilassung erfolgt im Kontext der Osterfeiertage.
  • Kuba hatte bereits 2025 553 Gefangene freigelassen.
  • Russischer Öltanker lieferte erstmals seit Januar Öl an Kuba.

Überblick

Kuba hat am Donnerstag die Freilassung von 2.010 Gefangenen als "humanitäre und souveräne Geste" angekündigt. Laut einer Erklärung der kubanischen Botschaft in den USA umfasst die Freilassung ausländische Staatsangehörige, Jugendliche, Frauen und Personen über 60 Jahre. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen der Osterfeiertage, was laut Botschaft eine übliche Praxis im kubanischen Strafjustizsystem darstellt.

Hintergrund

Die Freilassung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltenden politischen Drucks durch die USA, insbesondere durch die Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus, der eine Änderung der kubanischen Führung anstrebt und eine Ölblockade verhängt hat. Dies hat zu schweren Kraftstoffknappheiten und weit verbreiteten Stromausfällen in Kuba geführt. Erst letzte Woche dockte ein russischer Öltanker mit rund 730.000 Barrel Rohöl in einem kubanischen Hafen an, die erste solche Lieferung seit Anfang Januar.

Kriterien und Kontext

Die Freilassung basiert auf einer sorgfältigen Analyse der Straftaten, guter Führung im Gefängnis, der Verbüßung eines erheblichen Teils der Haftstrafe und dem Gesundheitszustand der Gefangenen. Dies ist bereits die zweite Gefangenenfreilassung in diesem Jahr; im März wurden 51 Gefangene nach Gesprächen mit dem Vatikan freigelassen. Im Jahr 2025 hatte Kuba bereits 553 Menschen im Rahmen eines durch den Vatikan und die USA vermittelten Abkommens freigelassen. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch berichten jedoch weiterhin von Hunderten politischen Gefangenen in Kuba, wobei Regierungskritiker Schikanen und strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt sind.

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