Teilen:
International 21.08.2026, 22:04

Küstenwache Mauretaniens rettet über 300 Migranten aus Seenot

315 Menschen aus Gambia und Senegal von Holzboot gerettet.

Wichtige Fakten

  • 315 Menschen aus Gambia und Senegal von Holzboot gerettet.
  • 40 Kinder und Jugendliche unter den Geretteten.
  • Boot war manövrierunfähig, schlechte humanitäre Lage.
  • 144 Tote oder Vermisste allein im Juli vor Mauretanien.
  • Abfahrtsorte verlagern sich weiter südlich wegen Kontrollen.

Wachsende Gefahr auf der Atlantikroute

Vor der Küste Mauretaniens hat die Küstenwache in der Nacht zum Donnerstag ein in Not geratenes Holzboot mit 315 Migranten entdeckt und gerettet. Die Menschen, überwiegend aus Gambia und Senegal, trieben mit dem manövrierunfähigen Boot auf dem Meer, als Hilfe eintraf. Die Insassen, darunter 40 Kinder und Jugendliche, befanden sich laut Küstenwache in einer schwierigen humanitären Lage. Einsätze wie dieser zeigen, wie riskant die Überfahrt zu den Kanarischen Inseln inzwischen geworden ist.

Anstieg der Überfahrten und ihre Folgen

Die Zahl der Menschen, die über die gefährliche Atlantikroute nach Europa gelangen wollen, nimmt weiterhin stark zu. Allein im Juli meldete das UN-Flüchtlingshilfswerk in der Region 144 Todesfälle oder Vermisste. Als Reaktion auf strengere Seegrenzkontrollen in Senegal, Mauretanien und Marokko verlagern sich die Abfahrtsorte immer weiter nach Süden – an die Küsten Gambias und Guineas. Das verlängert die Überfahrten auf dem offenen Meer und erhöht die Risiken für die Migranten zusätzlich.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.