Kulturerbe im Iran durch Bombardements beschädigt
Wichtige Fakten
- • Golestan-Palast (14. Jh.) und Chehel Sotoon (17. Jh.) durch Explosionswellen beschädigt
- • UNESCO hatte Koordinaten aller Welterbestätten an Konfliktparteien übermittelt
- • Isfahans Gouverneur wirft USA und Israel 'Kriegserklärung an Zivilisation' vor
- • Historische Architektur aus Safawiden-Zeit (16.-18. Jh.) in Mitleidenschaft gezogen
Zerstörung historischer Stätten
Bei Bombardierungen im Iran sind mehrere historische Stätten beschädigt worden, darunter der Golestan-Palast in Teheran (aus dem 14. Jahrhundert) und der Chehel-Sotoon-Palast in Isfahan (17. Jahrhundert). Laut Berichten wurden die Gebäude nicht direkt getroffen, sondern durch Druckwellen naher Explosionen in Mitleidenschaft gezogen, wobei Spiegelglas, Fliesen und Mauerwerk zu Bruch gingen.
UNESCO-Schutz ignoriert
Die UNESCO hatte zuvor die geografischen Koordinaten aller Welterbestätten an die Konfliktparteien übermittelt und ihre Besorgnis über die Schäden geäußert. Der Gouverneur von Isfahan, Mehdi Jamalinejad, kritisierte, dass die Angriffe trotz dieser Informationen und trotz angebrachter Schutzzeichen nach der Haager Konvention von 1954 erfolgten.
Kulturelle Dimension des Konflikts
Jamalinejad bezeichnete die Schäden als 'Kriegserklärung an eine Zivilisation' und warf den Angreifern vor, keine Kultur und Geschichte zu respektieren. Neben den Palästen wurden auch andere historische Gebäude in Isfahans Altstadt beschädigt, darunter der Ali-Qapu-Palast und Moscheen am Naqsch-e-Dschahan-Platz.
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