Laos sieht keine Beweise für Schuld an Methanol-Todesfällen von Touristen
Wichtige Fakten
- • Sechs Touristen starben im November 2024 in Laos nach verunreinigten Alkohol-Shots.
- • Opfer: zwei Australier, zwei Dänen, ein Brite und ein US-Amerikaner.
- • Besitzer der Destillerie nur wegen illegalen Handels angeklagt, nicht wegen Todesfälle.
- • Laos begründet Mangel an Anklagen mit fehlenden Autopsien.
- • Britische Regierung startete Kampagne zur Warnung vor Methanol-Risiken.
Hintergrund der Todesfälle
Im November 2024 starben sechs Touristen in Laos, nachdem sie möglicherweise mit Methanol verunreinigte Alkohol-Shots zu sich genommen hatten. Die Opfer stammten aus Australien (Bianca Jones, 19, und Holly Morton-Bowles, 19), Dänemark (Anne-Sofie Orkild Coyman, 20, und Freja Vennervald Sorensen, 21), Großbritannien (Simone White, 28) und den USA (James Louis Hutson, 57). Sie hatten Alkohol in einer Destillerie in Vang Vieng getrunken, einer bei Backpackern beliebten Stadt. Methanol, ein giftiger Bestandteil von Verdünnern, wird illegal verwendet, um Kosten zu senken. Schon geringe Mengen können tödlich sein.
Reaktion der Behörden
Das laotische Ministerium für öffentliche Sicherheit erklärte, es fehle an Beweisen aufgrund unterlassener Autopsien an den Leichnamen. Obwohl in Wodka der betreffenden Destillerie erhöhte Methanolwerte gefunden wurden, wurden keine Anklagen im Zusammenhang mit den Todesfällen erhoben. Der Destilleriebesitzer muss sich wegen des Verkaufs gesundheitsschädlicher Lebensmittel und illegalen Geschäftsbetriebs verantworten – dies könnte maximal ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von etwa 1.100 Dollar bedeuten. Die australische Regierung zeigte sich „zutiefst frustriert“ und bestellte den laotischen Botschafter ein.
Das könnte Sie auch interessieren
Spaniens Norden als Klimaoase? Asturien boomt, aber der Klimawandel ist auch hier spürbar
Spaniens Norden: Klimawandel treibt Menschen ins kühle Asturien
Kap Verde vor WM-Kracher gegen Argentinien: Kleiner Inselstaat als wirtschaftlicher und sportlicher Gewinner
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.