Spaniens Norden als Klimaoase? Asturien boomt, aber der Klimawandel ist auch hier spürbar
Wichtige Fakten
- • Hitzewellen-Tage in Spanien haben sich seit 1990 verdreifacht.
- • Asturiens Immobilienpreise stiegen 2026 um 15 Prozent.
- • Touristenzahl in Asturien stieg im Vergleich zu 2019 um 25 Prozent.
- • Studien erwarten Tourismusverlagerung von Süden in den Norden Spaniens.
- • Wassermangel bedroht auch in Asturien die Freizeitwirtschaft.
Hitze in Spanien treibt Menschen in den Norden
Weite Teile Spaniens leiden unter extremer Hitze, während der Norden am Atlantik noch vergleichsweise erträgliche Temperaturen bietet. Der Klimawandel macht auch dort nicht halt, wie steigende Immobilienpreise und Tourismusströme zeigen. Meteorologen berichten, dass das Mittelmeer sechs bis acht Grad wärmer als üblich ist, nachts kaum abkühlt und die Unwettergefahr steigt. Das Leben am Mittelmeer werde tropenähnlicher, während der Atlantik noch frische Brisen biete.
Asturien als neuer Anziehungspunkt
Asturien, Grün, hügelig und einst vom Kohlebergbau geprägt, erlebt einen Aufschwung. Seit der Jahrtausendwende halbierte sich die Einwohnerzahl, doch nun suchen viele Menschen hier Zuflucht vor der Hitze. So berichten Zugezogene von bezahlbaren Wohnungen und erträglichen Temperaturen. Die Immobilienpreise steigen rasant, die Touristenzahlen übertreffen das Niveau vor der Pandemie. Auch KI-Empfehlungen lenken Urlauber vermehrt nach Nordspanien und Südschweden. Einheimische Unternehmer beobachten den starken Zustrom teils mit Sorge, denn gutes Wetter bringt viele Menschen, aber es fehlt Wasser und die Natur gerät aus dem Takt.
Trotz Kühle: Klimawandel unverkennbar
Die steigende Sehnsucht nach dem kühlen Norden zeigt, wie sehr der Klimawandel das Reisverhalten und Wohnortmuster bereits verändert. Dass diese Entwicklung nicht problemlos bleibt, sondern neue Risiken hervorbringt, ist deutlich. In Asturien macht sich das durch Wasserknappheit in Flüssen und ein verfrühtes Blühen bemerkbar – Symptome eines fortschreitenden Klimawandels, die selbst die beschönigenden Bilder hinterfragen lassen.
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