Laos: Vier weitere Goldsucher aus überfluteter Höhle befreit
Wichtige Fakten
- • Sieben Goldsucher seit 20. Mai in laotischer Höhle eingeschlossen.
- • Am 30. Mai wurden vier weitere Männer lebend gerettet.
- • Die Geretteten sind geschwächt und teilweise verletzt.
- • Zwei Männer werden noch vermisst, die Suche läuft.
- • Internationale Taucher unterstützen die Rettungsmission.
Die Erleichterung ist groß: Vier weitere Männer konnten sich aus einer überfluteten Höhle in Laos retten, nachdem sie dort tagelang eingeschlossen waren. Gleichzeitig schwinden die Chancen, die beiden übrigen Vermissten zu finden.
In Laos konnten weitere vier Goldsucher, die tagelang in einer überfluteten Höhle eingeschlossen waren, in Sicherheit gebracht werden. Sie hätten es am Samstagnachmittag laotischer Zeit alleine aus dem Berg geschafft, sagte der an der Rettungsmission beteiligte Höhlentaucher Josh Richards. Bereits am Freitagabend konnten die Rettungskräfte den ersten der fünf Männer befreien, die sie in der Höhle lebend gefunden hatten. Insgesamt sollen sieben Menschen in der Mine eingeschlossen worden sein. Zwei von ihnen wurden bisher jedoch nicht gesichtet und gelten weiterhin als vermisst. Die Männer wurden in einer Höhle im Bezirk Longchaeng im Norden von Laos eingeschlossen. Sie saßen seit eineinhalb Wochen fest – hunderte Meter vom Höhleneingang entfernt. Heftige Regenfälle hatten die Goldmine im Bezirk Longchaeng im Norden des Landes geflutet und einen Erdrutsch ausgelöst. Das Wasser in der Höhle war offenbar so weit gesunken, dass die Goldsucher nicht tauchen mussten. Das galt als eines der größten Probleme der Rettungsmission. Sie werden nun von Ärzten untersucht.
Die Wahrscheinlichkeit, die zwei vermissten Männer noch zu finden, wird immer geringer. Rettungskräfte hätten den Großteil des Tunnelsystems durchsucht, bislang aber keine Spur der beiden entdeckt, sagte der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi dem Sender ThaiPBS World. "Wir haben nicht mehr viele Orte übrig, an denen wir suchen können", erklärte er. Die Chancen seien "sehr gering".
Die Rettung rief Erinnerungen an die dramatische Thai-Höhlenrettung von 2018 hervor, bei der eine Jugend-Fußballmannschaft nach 18 Tagen gerettet wurde. Auch diesmal half ein internationales Team. Spezialtaucher aus Ländern wie Thailand, Indonesien, Frankreich und Australien waren im Einsatz. Wegen der engen Gänge und des trüben Wassers, in dem die Sicht kaum besser ist als in Kaffee, gestaltete sich die Aktion als äußerst schwierig. Die Temperaturen, die Enge und die Angst der Eingeschlossenen machten die Arbeit zusätzlich gefährlich.
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