Lebenslänglich für ukrainischen Ex-Geheimdienstoffizier wegen Spionage für Russland
Wichtige Fakten
- • Ex-Chef des Anti-Terror-Zentrums des SBU, Oberst Dmytro Kozyura, zu lebenslanger Haft verurteilt.
- • Er spionierte für den russischen FSB und gab Staatsgeheimnisse preis.
- • Kozyura wurde 2018 in Wien rekrutiert, nahm Kontakt aber erst 2024 wieder auf.
- • Ukrainische Behörden nutzten ihn zur Verbreitung von Desinformation, bevor sie ihn festnahmen.
- • Das Gericht befand ihn des Hochverrats und illegalen Waffenbesitzes für schuldig.
Lebenslange Haft für Verrat
Ein ehemaliger hochrangiger ukrainischer Geheimdienstoffizier ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er für Russlands Geheimdienst FSB spioniert hat. Oberst Dmytro Kozyura, früherer Stabschef des Anti-Terror-Zentrums des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, wurde vom Bezirksgericht Schewtschenko in Kiew des Hochverrats im Kriegszustand für schuldig befunden.
Details der Spionage
Nach Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft hatte Kozyura gegen Bezahlung zugestimmt, als Verschlusssache eingestufte Informationen preiszugeben, darunter militärische Geheimnisse über die Streitkräfte und die Führung des Landes. Der SBU bezeichnete die Operation zur Überführung des Spions als „Ratte“. Kozyura, der bei einem Treffen mit SBU-Chef Wassyl Maljuk im Februar 2025 festgenommen worden war, nutzte ein sicheres Haus in Kiew, um mit seinem russischen Führungsoffizier zu kommunizieren.
Hintergrund und Reaktionen
Der Spion war bereits 2018 in Wien vom FSB angeworben worden, hatte den Kontakt aber erst im Dezember 2024 wieder aufgenommen. Der SBU erklärte, man habe Kozyura überwacht und ihn genutzt, um die russischen Streitkräfte mit gezielter Desinformation zu versorgen. Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko betonte, dass jeder, der die ukrainische Uniform trage und für den FSB arbeite, zum Feind werde und die härteste Strafe verdiene.
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