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International 23.04.2026, 05:49 Aktualisiert: 23.04.2026, 23:01

Israel-Libanon: Trump verkündet dreiwöchige Verlängerung der brüchigen Waffenruhe

Trump verkündet dreiwöchige Verlängerung der Waffenruhe.

Wichtige Fakten

  • Trump verkündet dreiwöchige Verlängerung der Waffenruhe.
  • Hisbollah feuert Raketen als Reaktion auf israelische Angriffe.
  • Israelische Angriffe töten drei Menschen im Südlibanon.
  • Libanesische Geflüchtete misstrauen Regierung und Armee.
  • USA bezeichnen Verhandlungen als 'historischen Meilenstein'.

Waffenruhe verlängert, aber brüchig

US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der brüchigen Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon um drei Wochen angekündigt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die Gespräche seien „sehr gut“ verlaufen und die USA würden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihn vor der Hisbollah zu schützen. Ein Treffen der Staats- und Regierungschefs von Israel und Libanon im Weißen Haus sei „in naher Zukunft“ möglich. Die ursprünglich zehntägige Waffenruhe wäre ohne Verlängerung am späten Sonntagabend ausgelaufen.

Geflüchtete in Zeltlagern und Misstrauen gegenüber dem Staat

Im Libanon harren weiterhin Tausende Geflüchtete in provisorischen Zeltlagern an der Uferpromenade von Beirut aus, ohne Strom, Waschräume oder Toiletten. Sie trauen sich nicht in den Süden zurück, solange die Gefahr von Angriffen besteht. Viele vertrauen der pro-iranischen Hisbollah mehr als der eigenen Regierung und Armee, die sie als zu schwach empfinden. Premier Nawaf Salam verteidigt die Direktverhandlungen mit Israel als „verantwortungsvolles Handeln“, um die Souveränität wiederherzustellen.

Gewalt hält an: Journalistin getötet, weitere Angriffe

Trotz der Waffenruhe kommt es weiterhin zu gegenseitigen Angriffen. Die libanesische Regierung wirft Israel vor, gezielt die Journalistin Amal Khalil getötet und Rettungsteams behindert zu haben - ein Kriegsverbrechen. Die Hisbollah hat als Reaktion Raketen auf Nordisrael abgefeuert. Israelische Angriffe töteten nach Angaben des Gesundheitsministeriums drei Menschen und verwundeten einen weiteren, darunter ein Kind. Die USA betrachten den Mittwoch als tödlichsten Tag seit Inkrafttreten der Waffenruhe.

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