Israel gedenkt der Toten und sieht sich mit Kontroversen konfrontiert
Wichtige Fakten
- • Zwei israelische Soldaten erhielten 30 Tage Militärarrest für Zerstörung einer Jesus-Statue im Libanon.
- • Premier Netanjahu verglich iranische Atomanlagen mit Holocaust-Konzentrationslagern.
- • Der Rabbiner Avraham Zarbiv, bekannt für das Abreißen palästinensischer Häuser, zündet eine Fackel am Unabhängigkeitstag an.
- • Israel gedachte gefallener Soldaten und Terroropfer am nationalen Memorial Day.
- • Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon bleibt fragil.
Gedenken und Drohungen
Israel hat am nationalen Memorial Day der gefallenen Soldaten und Terroropfer gedacht, wobei die Zeremonien trotz angespannter Lage weitgehend ruhig verliefen. Premierminister Benjamin Netanjahu nutzte seine Rede jedoch für scharfe Drohungen gegen den Iran, den er mit dem Holocaust verglich, während Verteidigungsminister Israel Katz die Hisbollah im Libanon attackierte. Viele Israelis meiden die offiziellen Gedenkveranstaltungen und bevorzugen alternative Formen des Erinnerns, wie etwa die Parents Circle, eine gemischte israelisch-palästinensische Initiative.
Vorfälle im Libanon
Zwei israelische Soldaten wurden zu 30 Tagen Militärarrest verurteilt, nachdem einer eine Jesus-Statue in einem libanesischen Dorf mit einem Vorschlaghammer zerstört und der andere dies gefilmt hatte. Die israelische Armee (IDF) verurteilte den Vorfall als Abweichung von ihren Werten und ersetzte die Statue in Absprache mit der lokalen Gemeinschaft. Sechs weitere Soldaten, die nicht eingriffen, werden separat behandelt. Der Vorfall löste internationale Empörung aus, auch bei US-Diplomaten und christlichen Würdenträgern.
Kontroverse Ehrung
Der Rabbiner Avraham Zarbiv, der für das Abreißen palästinensischer Häuser in Gaza bekannt ist und in sozialen Medien damit prahlt, wurde ausgewählt, eine Fackel an Israels Unabhängigkeitstag zu entzünden. Menschenrechtsgruppen wie B’tselem kritisieren dies als Billigung von Kriegsverbrechen und ethnischer Säuberung. Die israelische Armee distanzierte sich von der Auswahl, betonte jedoch, dass Zarbiv nicht als ihr Repräsentant auftritt.
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