Live Nation einigt sich mit US-Justizministerium in Kartellverfahren
Wichtige Fakten
- • Live Nation zahlt 280 Millionen Dollar Schadensersatz an US-Bundesstaaten.
- • Das Unternehmen muss bis zu 13 Konzertsäle verkaufen.
- • Ticketmaster muss Konkurrenz bei Ticketverkäufen zulassen.
- • Der Vergleich ist noch nicht gerichtlich genehmigt.
- • Einige Bundesstaaten lehnen den Vergleich weiterhin ab.
Vergleich im Kartellverfahren
Der US-Konzertriese Live Nation, zu dem auch Ticketmaster gehört, hat eine vorläufige Einigung mit dem US-Justizministerium in einem Kartellverfahren erzielt. Das Verfahren war durch das chaotische Ticketverkaufschaos für Taylor Swifts "Eras Tour" ausgelöst worden, bei dem die Justiz Live Nation als Monopolisten im Live-Entertainment-Sektor bezeichnete. Zeugen hatten vor Gericht ausgesagt, das Unternehmen habe Konzertlocations gedroht, wenn sie nicht Ticketmasters Dienstleistungen nutzten.
Bedingungen des Vergleichs
Der noch nicht gerichtlich genehmigte Vergleich sieht vor, dass Live Nation anderen Unternehmen erlauben muss, mehrere Anbieter für Ticketverkäufe zu nutzen, und dass Künstler bei Auftritten in Live-Nation-Venues andere Promoter engagieren dürfen. Zudem muss das Unternehmen bis zu 13 Konzertsäle verkaufen und 280 Millionen Dollar Schadensersatz an die fast 40 beteiligten Bundesstaaten zahlen. Dies wäre deutlich milder als die ursprünglich geplante Zerschlagung des Konzerns.
Kritik und Widerstand
Einige Bundesstaaten wie New York lehnen den Vergleich ab und wollen weiter gegen Live Nation vorgehen, da er das Monopol nicht ausreichend adressiere und Verbraucher benachteilige. Richter Arun Subramanian kritisierte zudem, dass das Justizministerium und Live Nation den Vergleich bereits unterzeichnet hatten, ohne das Gericht zu informieren, was er als "absolut inakzeptabel" bezeichnete. Live Nation bestreitet die Vorwürfe und argumentiert, dass Künstler und Locations für Ticketpreise und Gebühren verantwortlich seien.
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