Maduros Haftbedingungen in New York: Von Isolationshaft zur Gemeinschaftszelle
Wichtige Fakten
- • Maduro sitzt seit fast fünf Monaten in Brooklyn in Haft.
- • Zunächst war er in Isolationshaft, jetzt in einer Gemeinschaftszelle.
- • Seine Frau durfte ihn nur beim Transport zum Gericht sehen.
- • Ein früherer Industrieminister wurde an USA ausgeliefert.
- • Prozess außerdem langwierig wegen geheimer Beweise.
Haftbedingungen von Nicolas Maduro in New York
Seit fast fünf Monaten sitzt der frühere venezolanische Präsident Nicolas Maduro in einem Bundesgefängnis in Brooklyn, New York. Die ersten drei Monate verbrachte er in strenger Isolationshaft in einer kargen Einzelzelle mit einer Größe von zwei mal drei Metern, einer dünnen Matratze, einem Waschbecken, einer Toilette und einem Schreibtisch. Nur eine Stunde am Tag und dreimal pro Woche Duschen waren erlaubt. Seine Frau Cilia Flores durfte er nur während der Transporte zum Gerichtssaal sehen.
Verlegung in Gemeinschaftszelle
Anfang April wurde Maduro in eine Gemeinschaftszelle mit 18 Insassen verlegt, in einem Gebäude, das auch das Frauengefängnis beherbergt. Dort hat er nun Kontakt zu anderen Häftlingen, darunter der Rapper Tekashi6ix9ine. Sein Sohn Nicolasito berichtet, dass sein Vater viel in der Bibel und anderen religiösen Büchern liest. Die Gefängnisleitung äußert sich nicht zu individuellen Haftbedingungen.
Auslieferung eines Vertrauten und juristische Hürden
Am 16. Mai lieferte die amtierende Präsidentin Delcy Rodriguez den früheren Industrieminister Alex Saab an die USA aus. US-Ermittler erhoffen sich von ihm Informationen über illegale Drogengeschäfte. Der Prozess gegen Maduro, der am 30. Juni fortgesetzt wird, könnte sich laut Juraprofessorin Cheryl Bates wegen geheimer Beweise über anderthalb Jahre hinziehen.
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