Thema: Haft

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Donnerstag, 15. Januar 2026
International 15.01.2026, 06:11
15.01.2026, 20:24
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Crans-Montana: Kanton zahlt 10.000 Franken Soforthilfe – Ermittlungen bringen neue Vorwürfe und Haft-/Reisebeschränkungen

Der Kanton Wallis zahlt den Opfern und Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in Crans-Montana eine Soforthilfe von je 10.000 Schweizer Franken (ca. 10.740 Euro).

Die Zahl der Toten bleibt bei 40; 116 Personen wurden in Krankenhäusern behandelt, rund 80 davon weiterhin schwerverletzt.

Betroffene sollen direkt vom Kanton kontaktiert werden, um die Auszahlung zu regeln.

Eine Stiftung zur Sammlung und Verteilung von Spenden an Betroffene soll eingerichtet werden; Modalitäten sind noch offen.

Nach bisherigen Ermittlungen lösten funkensprühende Partyfontänen beim Silvesteranlass brennbares Schaumstoffmaterial an der Decke der Bar „Le Constellation“ aus; das Feuer breitete sich rasend schnell aus.

Der Kanton Valais hat pyrotechnische Gegenstände in öffentlich zugänglichen Innenräumen verboten; Gemeinde Crans-Montana hat ein entsprechendes Verbot ebenfalls beschlossen.

Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung eines Brandes.

Der Mann des Betreiber-Ehepaars (Jacques Moretti) befindet sich in Untersuchungshaft; laut Behörden beträgt die erste Haftperiode 90 Tage.

Die Betreiberin Jessica Moretti wurde mit einem Reiseverbot belegt, musste ihren Pass abgeben und muss sich nach Angaben der Behörden täglich bei der Polizei melden (als Alternative zur Untersuchungshaft).

Laut BBC wurde eine der Getöteten als die 24-jährige Cyane Panine identifiziert; die Anwältin der Familie beklagt, dass Panine keine Sicherheitsunterweisung erhalten habe und von den Arbeitgebern gebeten wurde, während des Abends Flaschen mit angebrachtem Feuerwerk zu servieren.

Berichten zufolge hatten die Betreiber nach eigenen Angaben zuvor jahrelang ähnliche Einsätze mit Funken in Flaschen durchgeführt.

Ermittlungsunterlagen und Behördenangaben legen nahe, dass in der Bar seit Jahren keine Sicherheitskontrollen bzw. Abnahmen mehr erfolgt sein könnten (Bericht: keine Sicherheitschecks für fünf Jahre).

Medien berichten, dass Angehörige der Opfer, einschließlich einiger Familienmitglieder, bereits Unterstützung und Kondolenzbekundungen von Stellen außerhalb der Schweiz erhalten haben (Bericht: Treffen mit dem Papst, laut BBC).

Ausblick

"Die strafrechtlichen Ermittlungen und die laufenden Voruntersuchungen dürften in den kommenden Wochen und Monaten neue Erkenntnisse zu Verantwortlichkeiten, Sicherheitsmängeln und möglichen Pflichtverletzungen liefern. Mögliche Folgen sind Anklagen, längere Haftanordnungen oder Hausarrest/Reisebeschränkungen für Beteiligte sowie zivilrechtliche Klagen gegen Betreiber und Versicherungen. Die Stiftung und die Modalitäten zur Verteilung von Spenden sollen konkretisiert werden; es ist zudem mit verschärften landes- bzw. kantonalen Sicherheitsprüfungen in Veranstaltungsstätten zu rechnen. Die Auszahlung der angekündigten Soforthilfe soll zeitnah erfolgen, bietet jedoch nur eine erste Unterstützung; weitere finanzielle Hilfen durch die Stiftung oder mögliche Entschädigungen könnten folgen."