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Wissen 06.07.2026, 10:03 Aktualisiert: 06.07.2026, 12:04

Marathon-Wand: Männer treffen härter als Frauen

Über 870.000 Marathonläufe des Berlin Marathons wurden analysiert.

Wichtige Fakten

  • Über 870.000 Marathonläufe des Berlin Marathons wurden analysiert.
  • Männer verlieren in der zweiten Rennhälfte doppelt so oft entscheidend.
  • Bei Läufern unter 3 Stunden sind Männer sechsmal häufiger von langsamer.
  • Körperliche und psychologische Faktoren können den Unterschied erklären.
  • Männer überschätzen öfter ihre Fähigkeiten und gehen mehr Risiken.
  • Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift 'Scientific Reports' veröffentlicht.

Marathon-Läufer kennen das Phänomen die 'Marathon-Wand', einen plötzlichen Leistungseinbruch in der zweiten Laufhälfte. Ein internationales Forscherteam hat über 870.000 Läufe des Berlin Marathons aus 27 Jahren analysiert. Dabei schnitten Männer grundsätzlich schneller ab, erlitten aber häufiger einen Tempoeinbruch als Frauen. Als 'Marathon-Wand' definierten die Forscher einen Geschwindigkeitsverlust von mindestens 20%. Über alle Leistungen hinweg trat dies bei Männern doppelt so häufig auf. Besonders auffällig war der Unterschied bei Läufern mit einer Zielzeit unter drei Stunden, wo Männer etwa sechsmal häufiger von Einbrüchen betroffen waren als Frauen. Die Ursachen könnten sowohl körperlich als auch psychologisch begründet sein. Männer neigen der Studie zufolge eher dazu, das Tempo zu riskant zu starten, und die Muskelmasseunterschiede könnten erschwerend wirken.

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