Streeting fordert Vorladung von NHS-Führungskräften nach Verschleierungsskandal
Wichtige Fakten
- • 66 leitende NHS-Mitarbeiter wurden befragt, nur 35 sagten aus.
- • Streeting wirft den Verweigerern Feigheit und Vertuschung vor.
- • 260 Babys hätten durch andere Behandlung überleben können.
- • Ockenden-Report sieht systemisches Versagen im Krankenhaus.
- • Whistleblower befürchten Behinderung der Polizeiermittlungen.
Streeting fordert Zitierung von NHS-Führungskräften
Der frühere Gesundheitsminister Wes Streeting hat die Vorladung leitender NHS-Mitarbeiter vor den Gesundheitsausschuss des Parlaments gefordert, die sich geweigert hatten, im Rahmen der Untersuchung des größten Geburtsskandals der NHS-Geschichte auszusagen. In einem Brief an die Ausschussvorsitzende Layla Moran nannte Streeting ihr Verhalten 'feige' und eine 'Beleidigung' für die betroffenen Familien und sprach von einer 'Vertuschungskultur' im NHS. Die Untersuchung von Donna Ockenden zu Nottingham University Hospitals NHS Trust ergab, dass Hunderte von Babys und Müttern vermeidbarer Schaden zugefügt wurde.
Kritik von Whistleblowern
Der Whistleblower Jack Hawkins, dessen Tochter Harriet 2016 tot geboren wurde, begrüßte Streetings Initiative, warnte aber vor einer möglichen Behinderung der laufenden polizeilichen Ermittlungen. Er forderte eine gesetzliche öffentliche Untersuchung, bei der Zeugen vor Gericht unter Eid aussagen müssten. Auch die Familie Andrews, deren Tochter Wynter 2019 starb, betonte die Notwendigkeit von Rechenschaftspflicht. Die Regierung kündigte bereits an, dass NHS-Mitarbeiter, die sich künftigen Untersuchungen verweigern, mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden können.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.