Massiver Missbrauchsskandal in französischen Schulen: Hunderte Vorwürfe gegen Betreuer
Wichtige Fakten
- • Pariser Staatsanwaltschaft untersucht über 100 Vorfälle in 84 Vorschulen.
- • Vorwürfe umfassen körperliche Gewalt, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung von Kindern ab drei Jahren.
- • Betreuer werden ohne Ausbildung von lokalen Behörden eingestellt.
- • Bürgermeister Grégoire startet 20-Millionen-Euro-Plan zur Reform des Systems.
- • 78 Betreuer wurden seit Januar in Paris suspendiert, 31 wegen Sexualstraftaten.
Die Betreuer sind nicht direkt bei den Schulen angestellt, sondern werden von der Stadt Paris rekrutiert – häufig ohne pädagogische Ausbildung. Elterninitiativen kritisieren, ihre Hinweise seien jahrelang ignoriert worden. Laut Rechtsanwalt Louis Cailliez handle es sich um eine „nationale Katastrophe“. Ein seit Januar laufender Untersuchungsbericht hat 78 Suspendierungen von Betreuern zur Folge, darunter 31 wegen Verdachts auf Sexualstraftaten.
Paris‘ neuer sozialistischer Bürgermeister Emmanuel Grégoire, selbst als Kind von einem Betreuer missbraucht, kündigte 20 Millionen Euro für mehr Kontrollen und ein Bürgerforum zur Reform des Systems an. Er spricht von einem „systemischen Risiko“ und einer „Vertuschungskultur“. Der Skandal wird landesweit als Weckruf für die mangelnde Sicherheit von Kindern im öffentlichen Schulsystem gewertet.
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