Gewaltsame Ausschreitungen in Belfast nach Messerattacke weiten sich aus
Wichtige Fakten
- • Tatverdächtiger Hadi Alodid wurde wegen versuchten Mordes angeklagt.
- • Opfer Stephen Ogilvie erlitt schwere Verletzungen und verlor ein Auge.
- • Richter verurteilte Angriffe auf Rettungskräfte und drohte Tätern mit Haft.
- • Familie des Opfers rief zur Ruhe und lehnte Gewalt ab.
- • Starmer beschuldigte Reform UK der Ausnutzung der Unruhen.
Hintergrund der Unruhen in Belfast
Nach einer Messerattacke auf offener Straße in Belfast ist es zu schweren Unruhen gekommen. Der Angriff ereignete sich am Montagabend, bei dem ein Mann schwere Verletzungen erlitt. Der mutmaßliche Täter, ein 30-jähriger Sudanese, wurde festgenommen und wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Polizei betonte, es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Vor Gericht trat der Beschuldigte Hadi Alodid auf, der jegliche Rechtsvertretung ablehnte und einen Dolmetscher benötigte. Das Opfer Stephen Ogilvie verlor bei dem Angriff sein linkes Auge. Die Familie des Opfers dankte den Helfern und rief zur Besonnenheit auf.
Gewaltsame Proteste gegen Einwanderung
Nach der Tat kursierte ein Video des Angriffs in sozialen Medien. In der Folge versammelten sich hunderte Menschen in Belfast zu einer Anti-Einwanderungs-Demonstration. Die Proteste eskalierten: Mehrere Fahrzeuge, darunter ein Bus, sowie Gebäude wurden in Brand gesetzt. Vermummte riefen fremdenfeindliche Parolen. Auch in anderen britischen Städten wie Southampton und Glasgow gab es Proteste. Der Rechtsextremist Tommy Robinson rief zu den Protesten auf. Die Polizei rief zur Ruhe auf und warnte vor weiteren Ausschreitungen.
Reaktionen und politische Statements
Premierminister Keir Starmer verurteilte die Gewalt als „abscheulich" und beschuldigte Reform UK, die Unruhen auszunutzen. Die nordirische Erste Ministerin Michelle O’Neill sprach von „widerlicher Feigheit". Ein Richter drohte den Tätern der Randale mit Gefängnisstrafen. Die Familie des Opfers betonte den Wert von Migranten für die Gesellschaft und lehnte jede Instrumentalisierung ab.
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