Mexiko-Nachtclub verlangt 300 Dollar Eintritt von US-Bürgern
Wichtige Fakten
- • Nachtclub Japan in Mexiko-Stadt verlangt 5.000 Pesos Eintritt von US-Bürgern.
- • Andere Nationalitäten zahlen mit Rabatten 14 bis 20 Dollar.
- • Besitzer nennt Reaktion auf US-Insulten und Gentrifizierung.
- • Mehreinnahmen werden an Mitarbeiter weitergegeben.
- • Post ging viral, viele Unterstützung in Kommentaren.
Ein Nachtclub in Mexiko-Stadt sorgt mit einer umstrittenen Eintrittspolitik für Aufsehen. Das "Japan" im Stadtteil Roma Norte verlangt von US-Bürgern eine Kaution von knapp 5.000 mexikanischen Pesos (etwa 300 US-Dollar), während Bürger anderer Länder mit Rabatten von 93 Prozent lediglich 20 Dollar zahlen. Mexikaner und Lateinamerikaner erhalten sogar 95 Prozent Ermäßigung, Studenten und Lehrer 97 Prozent und zahlen nur 150 Pesos (rund 8 Dollar).
Inhaber Federico Crespo betont, die Maßnahme sei eine Reaktion auf die wiederholten Beleidigungen der Trump-Administration gegenüber Mexiko, aber auch auf die zunehmende Gentrifizierung und Touristifizierung der Hauptstadt. "Es ist eine Antwort auf die Angriffe gegen Mexiko durch Trump", so Crespo im Gespräch mit Whimberg. Viele Einheimische fühlten sich durch steigende Mieten und den Zustand als "digital denomads" bedroht.
Der Instagram-Post des Clubs wurde über 26.000 Mal gelikt und stieß auf breite Zustimmung in den Kommentaren. Die Einnahmen aus den hohen US-Eintrittsgeldern werden laut Crespo unter den Mitarbeitern des Clubs verteilt, die besonders unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten leiden. Die Aktion reiht sich ein in eine generelle Protestbewegung gegen den wachsenden Einfluss US-amerikanischer Besucher auf den Innersleven der mexikanischen Hauptstadt.
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