Millionen bei Trauerzug für Ali Khamenei: Iran zeigt Geschlossenheit
Wichtige Fakten
- • Bis zu 20 Millionen Teilnehmer bei Trauerfeierlichkeiten in Teheran erwartet.
- • Neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei bleibt aus Sicherheitsgründen fern.
- • Trauerzug dauert etwa 10-12 Stunden vom Revolution Square zum Azadi Square.
- • Khamenei wurde am 28. Februar 2026 durch israelisch-US-amerikanischen Luftangriff getötet.
- • Beisetzung am Donnerstag in Maschhad im Imam-Reza-Schrein geplant.
Größter Trauerzug der iranischen Geschichte
In Teheran haben sich am Montag Millionen von Trauernden zur Beerdigungsprozession des getöteten Obersten Führers Ali Khamenei versammelt. Der Zug führte vom Revolution Square zum Azadi Square auf einer zehn Kilometer langen Route. Die Behörden rechneten mit bis zu 20 Millionen Teilnehmern an den mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten, die am Samstag begannen. Der Luftraum über Teheran wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, und Sonntag und Montag wurden zu Feiertagen erklärt. Nach dem Trauerzug wird der Sarg am Dienstag nach Ghom gebracht, am Mittwoch zu schiitischen Heiligtümern im Irak, und am Donnerstag in Maschhad beigesetzt.
Abwesenheit des neuen Obersten Führers
Der neue Oberste Führer Mojtaba Khamenei, ältester Sohn des Getöteten, nahm aus Sicherheitsbedenken nicht teil – seine drei Brüder waren anwesend. Er wurde bei demselben Angriff am 28. Februar verletzt, der seinen Vater tötete, und seither nicht mehr öffentlich gesehen. Seine Abwesenheit heizt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand an. Von der neuen Führung wird erwartet, den provisorischen Waffenstillstand mit den USA zu nutzen, um Stabilität zu wahren.
Politische Dimension des Ereignisses
Präsident Pezeshkian würdigte die Teilnahme als Ausdruck nationaler Einheit und wies Vorwürfe 'falscher Tränen' zurück. Er betonte, die Bilder von Millionen Trauernden würden den Westen zwingen, seine Politik zu überdenken. Ehemalige Präsidenten wie Hassan Ruhani und Mahmoud Ahmadinedschad waren abwesend, was auf innere Spannungen hinweist. Die Veranstaltung soll auch die Widerstandsfähigkeit Irans gegenüber dem Trump-Administration demonstrieren.
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