Missbrauch und prekäre Arbeitsbedingungen: Saarbrücker Ballett im Fokus
Wichtige Fakten
- • Laut SR gab es 20 dokumentierte Vorfälle sexueller Übergriffe. (15 Wörter)
- • Gast-Choreograf Abou Lagraa soll Tänzer belästigt haben. (8 Wörter)
- • Intendant Bodo Busse steht wegen seiner Reaktion in der Kritik. (10 Wörter)
- • Kettenbefristungen und Solo-Verträge führen zu Unsicherheit und niedrigeren Gagen.
- • Betroffene verzichteten aus Angst vor Konsequenzen auf Strafanzeige. (10 Wörter)
Vorwürfe sexueller Übergriffe am Saarländischen Staatstheater
Am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken kam es während der Proben zu Glucks Oper „Orfeo ed Euridice“ im Februar 2024 zu schweren sexuellen Übergriffen durch den Gast-Choreografen Abou Lagraa. Ensemblemitglieder berichten von unangemessenen Berührungen und sexualisierten Kommentaren. Die Produktion wurde kurz vor der Premiere abgesagt, wie der SR berichtet.
Schwierige Arbeitsbedingungen für Tänzer
Balletttänzer gehören zu der am wenigsten geschützten Gruppe an deutschen Theatern. Sie arbeiten oft mit Kettenbefristungen und haben kaum Kündigungsschutz. Solistenverträge führen zu niedrigeren Gagen. Die Macht des Intendanten kann über die Karriere entscheiden.
Reaktionen und Forderungen
Intendant Bodo Busse weist die Kritik zurück; eine Strafanzeige wurde nicht erstattet. Experten wie Thomas Schmidt fordern strukturelle Reformen im Theaterbetrieb, wie die Reduzierung des Intendanten-Spielraums und faire Verträge.
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