Mittelostkrise: Japan leidet unter Plastikmangel
Wichtige Fakten
- • Japans Plastikproduktion fiel im März um 62 %.
- • Naphtha wird aus Rohöl des Nahen Ostens gewonnen.
- • Lebensmittelsektor nutzt ein Drittel des japanischen Plastiks.
- • Auch Südkorea und Taiwan melden Versorgungsengpässe.
Krise im Nahen Osten löst Naphtha-Engpass aus
In Japan kommt es zu wachsenden Engpässen bei Plastikprodukten, da die Naphtha-Versorgung aus dem Nahen Osten aufgrund der dortigen Krise unterbrochen ist. Naphtha, ein Nebenprodukt der Rohöldestillation, wird zur Herstellung von Kunststoffen, Druckfarben und Klebstoffen verwendet. Die japanische Regierung spricht von einem temporären „Flaschenhals“, während Industrievertreter eine Verschärfung der Lage im Juni prognostizieren.
Supermärkte und Bäckereien betroffen
Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien und Take-away-Läden fehlt es an Plastiktüten, Trays und Handschuhen. Einige Geschäfte bieten Rabatte für Kunden, die eigene Behälter mitbringen. Die Preise für Plastikbehälter stiegen um bis zu 30 Prozent.
Kommunale Müllsysteme unter Druck
Auch die kommunale Müllabfuhr ist betroffen, da viele Städte auf farblich getrennte Plastiktüten angewiesen sind. Hamsterkäufe führten zu Kaufbeschränkungen. In Südkorea und Taiwan gibt es ähnliche Engpässe, die Regierungen appellieren an die Bürger, nicht zu hamstern.
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