Benzinpreise treiben Spritdiebstähle in Großbritannien in die Höhe
Wichtige Fakten
- • Diebstähle von Kraftstoff in Großbritannien seit Iran-Krieg um 20% gestiegen.
- • Täglicher Schaden durch Spritdiebstahl auf 194.000 Pfund geschätzt.
- • Wegen des Konflikts kletterten die Benzinpreise auf Höchstwerte seit 2022.
- • Forecourt Eye bietet ab Herbst kostenlose Verbrechensmelde-Technologie an.
- • Wettbewerbsbehörde sieht keine flächendeckende Preisabsprache.
Spritdiebstähle nehmen deutlich zu
Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs im Februar haben Diebstähle an britischen Tankstellen drastisch zugenommen. Laut der Firma Forecourt Eye stehlen Autofahrer täglich Kraftstoff im Wert von fast 200.000 Pfund – ein Anstieg von 48 Prozent im Vergleich zu den fünf Monaten vor dem Konflikt. Die Zahl der Vorfälle stieg um ein Fünftel auf durchschnittlich 2.872 pro Tag.
Auswirkungen und Reaktionen
Die gestiegenen Benzinpreise, die durch Lieferunterbrechungen im Nahen Osten verursacht wurden, haben zu mehr Frustration und Aggression an den Zapfsäulen geführt. Tankstellen berichten von zunehmendem Missbrauch, Einschüchterung und Gewalt durch Kunden. Forecourt Eye reagiert mit einer Partnerschaft mit dem Gesichtserkennungsunternehmen Facewatch, um Einzelhändlern ab Herbst kostenlosen Zugang zu Technologie zur Verbrechensbekämpfung zu ermöglichen.
Preise und politische Reaktionen
Die Kraftstoffpreise erreichten im April ihren Höhepunkt, fielen nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran im Juni jedoch leicht. Nach dem Scheitern der Friedensgespräche stiegen sie jedoch erneut auf den höchsten Stand seit 2022. Der neue Schatzkanzler John Healey kündigte an, gegen mögliche Preisabsprachen vorzugehen, obwohl die Wettbewerbsbehörde bisher keine flächendeckenden Hinweise darauf gefunden hat.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.