Modena: Autofahrer rast in Menschengruppe - acht Verletzte
Wichtige Fakten
- • Acht Menschen in Modena verletzt, darunter eine Deutsche.
- • Täter ist Italiener mit marokkanischen Wurzeln, nicht vorbestraft.
- • Meloni und Mattarella besuchen Verletzte, Motiv unklar.
- • Politische Debatte über Migration nach Vorfall.
Autofahrer rast in Menschenmenge in Modena
In der norditalienischen Stadt Modena hat ein 31-jähriger Autofahrer mit seinem Wagen mehrere Passanten erfasst und acht Menschen verletzt, vier davon schwer. Unter den Schwerverletzten befindet sich eine Deutsche und eine Polin. Der Täter, ein Italiener mit marokkanischen Wurzeln, war am Samstag mit hoher Geschwindigkeit durch das historische Zentrum gefahren. Nachdem er in ein Schaufenster gekracht war, versuchte er zu fliehen, wurde jedoch von Passanten gestoppt und verletzte einen Mann mit einem Messer.
Politik reagiert, Motiv unbekannt
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Staatspräsident Sergio Mattarella reisten nach Modena, um die Verletzten im Krankenhaus zu besuchen. Meloni sagte eine geplante Zypern-Reise ab. Die Behörden gaben an, es gebe keine Hinweise auf Drogen- oder Alkoholeinfluss oder Verbindungen zu extremistischen Gruppen. Der Mann war wegen schizoider Probleme psychiatrisch behandelt worden, sein derzeitiger Gemütszustand ist unklar. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung. Die Debatte über Migration wurde durch den Vorfall neu entfacht: Rechtspopulisten wie Matteo Salvini sprachen von einem Scheitern der Integration, während der Bürgermeister darauf verwies, dass ägyptische Passanten den Täter überwältigt hatten.
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