Münchner Sicherheitskonferenz 2026: US-Demokraten als Gegengewicht zu Trump-Politik
Wichtige Fakten
- • Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 findet vom 9.-11. Februar statt und versammelt über 60 Staatschefs und 100 Minister aus etwa 120 Ländern.
- • US-Außenminister Marco Rubio führt die US-Delegation an, während prominente Demokraten wie Gavin Newsom als Gegengewicht zu Trump teilnehmen.
- • Der Ukraine-Krieg ist zentrales Thema, und der Ewald-von-Kleist-Preis wird an das 'tapfere ukrainische Volk' verliehen.
- • Ein MSC-Bericht warnt vor 'Politik mit Abrissbirne' unter Trump, die multilaterale Institutionen und Demokratie gefährdet.
- • Nur 31% der Amerikaner, 13% der Deutschen und 12% der Franzosen glauben, dass aktuelle Politik die Zukunft verbessert.
US-Demokraten als Gegengewicht zu Trump-Außenpolitik
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) vom 9. bis 11. Februar 2026 stehen die US-Vertreter im Mittelpunkt. Neben US-Außenminister Marco Rubio nehmen prominente Demokraten als Gegengewicht zu Präsident Donald Trump teil, darunter Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und Michigan-Gouverneurin Gretchen Whitmer. Newsom, ein möglicher Präsidentschaftskandidat für 2028, hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos Europas Staatschefs für ihre aus seiner Sicht unterwürfige Haltung gegenüber Trump scharf kritisiert.
Internationale Ordnung im Fokus
Die Konferenz versammelt mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie rund 100 Außen- und Verteidigungsminister aus etwa 120 Ländern. Ein zentrales Thema ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, und der Ewald-von-Kleist-Preis wird in diesem Jahr nicht an eine Person, sondern an das "tapfere ukrainische Volk" verliehen. Die Krise in den Beziehungen zwischen Europa und den USA wird ebenfalls intensiv diskutiert, nachdem US-Vizepräsident JD Vance im Vorjahr in einer kontroversen Rede den Zustand der Demokratie in Europa kritisiert hatte.
Warnung vor "Politik mit Abrissbirne"
Ein anlässlich der Konferenz veröffentlichter Bericht mit dem Titel "Under destruction" warnt vor den Gefahren für die internationale Ordnung durch die Politik der US-Regierung unter Trump. Die USA seien zu dem Schluss gekommen, "dass diese Ordnung nicht mehr in seinem Interesse liegt", was multilaterale Institutionen, die offene Weltwirtschaft und die Unterstützung von Demokratie betrifft. Diese "Politik mit Abrissbirne" gewinne in vielen westlichen Gesellschaften an Unterstützung aufgrund von Enttäuschung über demokratische Institutionen.
Pessimismus über die Zukunft
Eine von der Sicherheitskonferenz veröffentlichte internationale Umfrage zeigt, dass nur eine kleine Minderheit in westlichen Ländern glaubt, dass die Politik ihrer Regierungen das Leben künftiger Generationen verbessern wird. In den USA sind es 31 Prozent, in Deutschland nur 13 Prozent und in Frankreich gar 12 Prozent. Im Kontrast dazu erwarten in China 80 Prozent und in Indien 61 Prozent der Befragten Verbesserungen für die Zukunft.
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