Teilen:
Nach russischen Drohungen: EU und Deutschland zeigen Standhaftigkeit in Kiew
Russland kündigt systematische Angriffe auf Kiew an und fordert Diplomaten zum Verlassen auf.
Wichtige Fakten
- • Russland kündigt systematische Angriffe auf Kiew an und fordert Diplomaten zum Verlassen auf.
- • EU und Deutschland bleiben in Kiew und bestellen russische Diplomaten ein.
- • Bei den Angriffen starben zwei Menschen, 91 wurden verletzt.
- • Die Ukraine sieht darin psychologische Kriegsführung und ruft zur Standhaftigkeit auf.
- • Russland begründet die Angriffe mit Vergeltung für einen Drohnenangriff in Luhansk.
Täglicher Luftkrieg: Russland kündigt weitere Angriffe auf Kiew an
Am Pfingstwochenende erlebte Kiew den schwersten russischen Luftangriff seit Kriegsbeginn, bei dem zwei Menschen starben und 91 verletzt wurden. Russland setzte dabei auch eine Oreschnik-Überschallrakete ein. Am Montag drohte der Kreml mit „systematischen Schlägen gegen militärische und politische Entscheidungszentren“ und forderte ausländische Diplomaten auf, Kiew zu verlassen. Begründet wird dies als Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenangriff in Luhansk, bei dem ein Studentenwohnheim getroffen worden sein soll. Die Ukraine weist dies zurück und spricht von einem Treffer auf eine militärische Kommandoeinheit.Standhaftigkeit in Kiew: EU und Deutschland trotzen den Drohungen
Die EU-Vertretung in Kiew kündigte an, zu bleiben. Deren Leiterin Katarina Mathernova erklärte, die Drohungen dienten der Panikmache. Auch das ukrainische Außenministerium beruhigte die Bevölkerung und lud Diplomaten ein, die Schäden zu besichtigen. Deutschland und die EU bestellten russische Diplomaten ein. Bundesaußenministerium: „Russland setzt auf Drohen, Terror und Eskalation. Wir lassen uns nicht einschüchtern und unterstützen die Ukraine kraftvoll.“ Auch Norwegen zog nach.In den Trümmern des Einkaufszentrums: Die Ukrainer lassen sich nicht unterkriegen
Trotz der Zerstörung zeigen die Bewohner von Kiew Lebenswillen und Organisation. Der Markt neben dem zerstörten Einkaufszentrum Quadrat soll bereits am Vortag durch Hilfe von Bürgermeister Klitschko wieder aufgebaut werden. In einem Statement am Stand: „Wir werden bald wieder öffnen. Bis bald, allen Frieden und Gesundheit.“ Russland wiederum bekräftigt, es ziele nur auf militärische Infrastruktur. Experten hingegen sehen in den Drohungen eine Demonstration der Stärke angesichts militärischer Rückschläge und politischer Isolation.Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.