Neuer Masterstudiengang: Osnabrück wird zur Hochburg für Musikergesundheit
Wichtige Fakten
- • 2018 wurde erste Professur für Performing Arts Physiotherapy geschaffen.
- • Drittes Klavierkonzert von Rachmaninow erfordert 30.000 motorische Aktivitäten in 45 Minuten.
- • Musiker-Sprechstunde bietet seit 2007 Beratung und Behandlung an.
- • Europäisches Netzwerk für Physiotherapie für Performing Artists im April gegründet.
Osnabrück als Zentrum der Musikergesundheit
Die Hochschule Osnabrück hat sich weltweit als führende Einrichtung für Physiotherapie bei Musikern etabliert. Mit der Musikersprechstunde, modernster Sensortechnik und einer neuen Professur für 'Performing Arts Physiotherapy' wird hier die Gesundheit von professionellen Musikern und Tänzern erforscht. Geplant ist zudem der erste englischsprachige Masterstudiengang 'Master of Science in Performing Arts Physiotherapy', der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.
Tabuthema Schmerz im Musikbetrieb
Trotz extremer körperlicher Belastung – wie etwa 30.000 motorische Aktivitäten in 45 Minuten beim Klavierkonzert – ist das Thema Schmerz in der Musikwelt tabu. Viele Musiker fürchten um ihre Karriere, wenn sie über Beschwerden klagen. Die Folge sind oft chronische Probleme, etwa Nacken- und Schulterbeschwerden bei Violinisten oder schmerzende Handgelenke bei Pianisten.
Forschung mit KI und Sensorik
Im Labor der Hochschule werden mittels Elektromyographie Muskelspannungen und Bewegungsabläufe exakt vermessen. Die gesammelten Daten sollen mithilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet werden, um Risikoprofile und präventive Trainingsmethoden zu entwickeln. Ziel ist es, betriebliches Gesundheitsmanagement fest in den Ausbildungsplänen und Verträgen der Opernhäuser zu verankern.
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