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International 02.03.2026, 04:20 Aktualisiert: 02.03.2026, 15:12

Neukaledonien: Hai-Bejagung nach tödlichem Angriff löst Konflikt aus

Tödlicher Angriff durch einen Tigerhai am 23. Februar löste die Maßnahme aus.

Wichtige Fakten

  • Tödlicher Angriff durch einen Tigerhai am 23. Februar löste die Maßnahme aus.
  • Behörden zielen auf Tiger- und Bullenhaie vor der Küste Nouméas ab.
  • Umweltschützer klagen gegen die Bejagung und fordern wissenschaftliche Grundlagen.
  • Bisher wurden sieben Tigerhaie und ein Bullenhai gefangen, kleinere werden freigelassen.
  • Die Debatte spaltet die Gesellschaft zwischen Sicherheit und indigenen Traditionen.

Hintergrund und Maßnahmen

Nach einem tödlichen Hai-Angriff auf einen Wingfoil-Fahrer am 23. Februar in Neukaledonien haben die Behörden eine Bejagung von Tiger- und Bullenhaien vor der Küste der Hauptstadt Nouméa eingeleitet, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Schwimmen und Wassersport außerhalb geschützter Zonen sind vorübergehend verboten, wobei die Maßnahmen bis zum Ende der Aktion am Mittwoch andauern sollen. Die Behörden begründen dies mit einer Zunahme von Hai-Sichtungen in Küstennähe.

Rechtliche und gesellschaftliche Kontroversen

Die Umweltschutzorganisation Ensemble Pour La Planète (EPLP) hat eine gerichtliche Klage eingereicht, um die Bejagung zu stoppen, da sie als unverhältnismäßig und ohne ausreichende wissenschaftliche Basis angesehen wird. Die Organisation verweist auf den rechtlichen Schutz der Hai-Arten und einen früheren erfolgreichen Gerichtsbeschluss aus dem Jahr 2023. Lokale Gruppen, darunter indigene Kanak-Vertreter, protestieren gegen die Maßnahme und betonen die kulturelle Bedeutung von Haien als ancestrale Spezies.

Politische und praktische Herausforderungen

Die Bürgermeisterin von Nouméa, Sonia Lagarde, verteidigt die Politik als notwendige Regulierung und verweist auf die hohen Kosten alternativer Methoden wie Drohnenüberwachung. Die Debatte fällt in eine sensible Zeit vor lokalen Wahlen und spaltet die Gesellschaft zwischen Sicherheitsbedenken und Umweltschutz.

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