Neuroathletik: Bewegungstraining für Gehirn und Nervensystem
Wichtige Fakten
- • Neuroathletik fokussiert auf Gehirn und Nervensystem statt nur auf Muskeln.
- • Sie optimiert sensorische Informationen für präzisere Bewegungssteuerung.
- • Profisportler nutzen sie zur Steigerung von Reaktionsfähigkeit und Koordination.
- • Die Methode hilft in Rehabilitation nach Verletzungen wie Kreuzbandrissen.
- • Sie basiert auf der Theorie des Predictive Coding des Gehirns.
Was ist Neuroathletik?
Neuroathletik ist ein Trainingsansatz, der das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Körper verbessert, indem er sich auf die Informationsverarbeitung im Gehirn konzentriert, anstatt nur auf Muskeln und Ausdauer. Jede Bewegung wird im Gehirn geplant und gesteuert, wobei Neuroathletik darauf abzielt, die Sinnesinformationen zu optimieren, damit Bewegungen präziser und effizienter ausgeführt werden können.
Ursprung und Anwendung
Entwickelt vom US-amerikanischen Chiropraktiker Eric Cobb in den 2000er-Jahren, kombiniert Neuroathletik Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Biomechanik und Sporttraining. Sie wird von Profisportlern wie Para-Weitspringer Markus Rehm genutzt, um Reaktionsfähigkeit und Koordination zu steigern, und findet Anwendung in der Rehabilitation, etwa nach Kreuzbandverletzungen, wo neurokognitive Übungen empfohlen werden.
Wissenschaftliche Grundlagen
Basierend auf der Theorie des Predictive Coding trifft das Gehirn ständig Vorhersagen über Bewegungen und passt sie an sensorische Signale an. Neuroathletik verbessert diese Vorhersagefähigkeit, was zu besserer Balance und Bewegungsqualität führt. Individuelle Diagnostik ist entscheidend, da das Gehirn sehr individuell arbeitet, was Erfolge besonders in Einzelbetreuung zeigt, aber auch im Teamtraining wie beim Deutschen Fußball-Bund eingesetzt wird.
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