Next-Chef warnt: Jugendarbeitslosigkeit in UK auf dem höchsten Stand seit 2014
Wichtige Fakten
- • Jugendarbeitslosigkeit in UK liegt bei 16,2 %, die höchste seit 2014.
- • Next erhält 19 Bewerber pro Einstiegsjob, vor zwei Jahren waren es 10.
- • Lord Wolfson warnt vor Auswirkungen der geplanten Gesetze gegen Null-Stunden-Verträge.
- • Next erhöhte Gewinnprognose auf 1,2 Milliarden Pfund bei 6,2 % Umsatzwachstum.
- • Regierung stellt 2,5 Milliarden Pfund für Jugendbeschäftigung bereit.
Jugendarbeitslosigkeit erreicht Höchststand
Der Chef des Einzelhandelskonzerns Next, Lord Simon Wolfson, hat vor einer dramatischen Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit in Großbritannien gewarnt. Nach Angaben des konservativen Peers hat sich die Zahl der Bewerber pro Einstiegsjob in seinen Filialen innerhalb von zwei Jahren von 10 auf 19 nahezu verdoppelt. Dies sei ein Indikator für die Schwere der Krise. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Arbeitslosenquote der 16- bis 24-Jährigen mit 16,2 Prozent den höchsten Stand seit 2014 erreicht hat und damit mehr als dreimal so hoch ist wie die allgemeine Arbeitslosigkeit von 5 Prozent.
Kritik an Regierungspolitik
Wolfson kritisierte die geplante Abschaffung von Null-Stunden-Verträgen und die gestiegenen Arbeitgeberabgaben sowie Mindestlohnerhöhungen. Diese Maßnahmen erschwerten die Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere für gering qualifizierte und junge Menschen. Er forderte stattdessen mehr Wirtschaftswachstum durch Reformen der Planungsgesetze, Energiepolitik und Verkehrsnetze. Die Regierung wies die Kritik zurück und verwies auf die Anhebung des Mindestlohns, geringere Sozialabgaben für unter 21-Jährige und ein 2,5 Milliarden Pfund schweres Paket zur Jugendbeschäftigung.
Next als Erfolgsgeschichte
Trotz der Herausforderungen bleibt Next ein Vorzeigeunternehmen des britischen Einzelhandels. Das Unternehmen erhöhte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 1,2 Milliarden Pfund bei einem Umsatzplus von 6,2 Prozent. Durch den Zukauf angeschlagener Marken wie Joules und Fatface sowie den Ausbau des Online-Geschäfts konnte Next seine Marktposition stärken. Wolfson wies den Vorwurf zurück, dass das Unternehmen Gewinne über die Interessen der Arbeitnehmer stelle, und betonte, dass die Aktionäre überwiegend Kleinsparer seien, die durchschnittlich 300 Pfund Dividende pro Jahr erhielten.
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