Niedrigwasser legt Nazi-Schiffswracks in der Donau frei – Lockerung des Lkw-Fahrverbots stößt auf Kritik
Wichtige Fakten
- • Erste Bundesländer lockern Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen (u.a. Saarland, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen).
- • BDI lobt Handlungsfähigkeit der Regierung, fordert schnelle Umsetzung.
- • BUND kritisiert Ersatz durch Lkw und fordert intakte Flüsse und Schieneninfrastruktur.
- • Linke spricht von Schnellschüssen, Grüne gespalten.
- • Donau: Rekordhitze legt Nazi-Schiffswracks mit möglicherweise Munition frei.
Hintergrund: Niedrigwasser bedroht Lieferketten
Die anhaltende Trockenheit und extrem niedrige Pegelstände in deutschen Flüssen setzen die Binnenschifffahrt unter Druck. Schiffe können deutlich weniger Ladung transportieren, was Kosten erhöht und Lieferketten belastet. Bund und erste Länder reagieren nun mit Lockerungen des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen, um den Gütertransport auf die Straße zu verlagern.
Reaktionen: Industrie begrüßt, Umweltverbände kritisieren
Der BDI begrüßte die Entscheidung und betonte die Handlungsfähigkeit der Regierung, während der BUND die Maßnahme als falsch bezeichnete. Er fordert, die Schieneninfrastruktur zu stärken und Flüsse ökologisch zu erhalten. Auch die Linke kritisiert die Lockerung und spricht von Schnellschüssen zu Lasten von Lkw-Fahrern. Bei den Grünen ist die Haltung gespalten, wobei beide Seiten die Dringlichkeit weiterer Klimaanpassungen betonen.
Extreme Hitze: Nazi-Wracks in der Donau freigelegt
Die Rekordhitze in Europa hat auch historische Relikte offengelegt. In der Donau sind Überreste von Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg aufgetaucht, die damals von der deutschen Marine versenkt wurden. Sie könnten noch Munition enthalten. Eine britische Bombe wurde in der Slowakei entschärft. Die niedrigen Pegel erschweren zugleich die Schifffahrt auf der Donau und verschärfen die Energiekrise, da Kühlwasser knapp wird.
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