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International 18.03.2026, 00:11 Aktualisiert: 18.03.2026, 06:06

Nigeria und Großbritannien vertiefen Beziehungen bei erstem Staatsbesuch seit 37 Jahren

König Charles empfängt den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu zum ersten Staatsbesuch seit 37 Jahren.

Wichtige Fakten

  • König Charles empfängt den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu zum ersten Staatsbesuch seit 37 Jahren.
  • Die zweitägige Visite umfasst eine militärische Parade, Geschenkaustausch und ein Staatsbankett in Windsor Castle.
  • Im Fokus stehen die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere in Handel, Finanzen und Verteidigung.
  • Aufgrund des Ramadan findet kein traditionelles Mittagessen mit dem König statt, da Tinubu Muslim ist.
  • Der Besuch erfolgt vor dem Hintergrund von Terroranschlägen in Nigeria und internationalen Konflikten.

Staatsbesuch mit historischer Bedeutung

König Charles III. empfängt den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu und seine Frau Oluremi Tinubu zum ersten Staatsbesuch aus Nigeria seit 37 Jahren. Die zweitägige Visite beginnt mit einer zeremoniellen Begrüßung durch senior Royals, darunter Queen Camilla sowie der Prince und Princess of Wales, auf Windsor Castle. Traditionelle Elemente wie eine Kutschprozession, militärische Parade und der Austausch von Geschenken stehen auf dem Programm.

Fokus auf wirtschaftliche Partnerschaft

Laut nigerianischem Regierungssprecher Mohammed Idris soll der Besuch die historische Beziehung in eine moderne Wirtschaftspartnerschaft umwandeln, wobei Nigeria mit seinen Wirtschaftsreformen das Potenzial des größten Konsummarktes Afrikas erschließen will. Großbritannien wird als natürlicher Partner in den Bereichen Handel, Finanzen und Verteidigung gesehen. Ein Höhepunkt ist das Staatsbankett in St. George's Hall, bei dem sowohl der König als auch Präsident Tinubu Reden halten werden.

Religiöse und sicherheitspolitische Hintergründe

Da Präsident Tinubu Muslim ist und der Ramadan andauert, entfällt das übliche Mittagessen mit dem König; stattdessen wird ein interreligiöses Event zur Brückenbildung abgehalten. Der Besuch findet vor dem Hintergrund von Terroranschlägen in Nigeria statt, bei denen kürzlich in Borno mindestens 23 Menschen durch mutmaßliche Selbstmordattentate von Boko Haram getötet wurden. Tinubu verurteilte die "bösartigen" Terrorgruppen, während britische Abgeordnete den Schutz der Religionsfreiheit in Nigeria forderten.

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