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Politik 22.07.2026, 05:35

Nordwestpassage: Keine neue Handelsroute in Sicht

Klimawandel macht Passage durch Treibeis noch gefährlicher.

Wichtige Fakten

  • Klimawandel macht Passage durch Treibeis noch gefährlicher.
  • Keine Infrastruktur für Ölunfälle oder Eisbrecher-Hilfe.
  • Kanada beansprucht Passage als Hoheitsgewässer, USA und andere als internationale Wasserstraße.
  • Geopolitisches Interesse von China und Russland verschärft Konflikt.
  • Unternehmen scheuen hohe Versicherungsprämien und Risiken.

Klimawandel macht Passage nicht sicherer

Die Nordwestpassage galt lange als gefährlichster Seeweg. Der Klimawandel lässt Hoffnungen auf eine neue Handelsroute aufkommen, doch Expertin Gabriella Gricius hält dies für unrealistisch. Durch schmelzendes und wieder gefrierendes Eis werde die Navigation schwieriger, riesige Eisbrocken bedrohen Schiffe.

Fehlende Infrastruktur und hohe Kosten

Bei einem Unglück fehle Infrastruktur zur Ölbeseitigung oder Eisbrecher-Unterstützung, was hohe Versicherungsprämien verursacht. Die Strecke könnte zwar die Distanz zwischen Tokio und New York halbieren, doch das Risiko ist für Handelsschiffe zu groß.

Geopolitische Spannungen

Kanada betrachtet die Passage als Hoheitsgewässer, USA, China und Europa sehen sie als internationale Wasserstraße. Ein Stillhalteabkommen von 1988 entschärft den Konflikt zwischen Kanada und USA, doch Chinas und Russlands Interessen könnten den Status quo gefährden.

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