Norwegen beschlagnahmt russisches Kreuzfahrtschiff vor Spitzbergen
Wichtige Fakten
- • Norwegen beschlagnahmte Schiff 'Professor Moltschanow'. (14 Wörter)
- • Naftogaz fordert 4,2 Milliarden Dollar Entschädigung. (8 Wörter)
- • Moskau zahlt nicht nach Schiedsspruch zur Krim. (9 Wörter)
- • Schiff lag vor Barentsburg anker. (6 Wörter)
- • Schiedsgericht verpflichtet Russland zur Zahlung. (7 Wörter)
Naftogaz erreicht Zwangsmaßnahme
Die norwegischen Behörden haben das russische Kreuzfahrtschiff „Professor Moltschanow“ vor der Inselgruppe Spitzbergen beschlagnahmt, wie der ukrainische Energiekonzern Naftogaz am Mittwoch mitteilte. Ein entsprechendes Gerichtsurteil verpflichtet Russland zu Entschädigungszahlungen in Höhe von rund 4,2 Milliarden US-Dollar (etwa 3,6 Milliarden Euro) an Naftogaz.
Hintergrund: Annexion der Krim
Der Schritt erfolgte auf Antrag von Naftogaz als Reaktion auf die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2014. Ein Schiedsgericht hatte Moskau zur Zahlung von Entschädigungen für beschlagnahmte Vermögenswerte verurteilt; dieser Aufforderung kam Russland jedoch nicht nach.
Reaktionen und Verbleib des Schiffes
Naftogaz-Chef Serhiy Fedorenko wertet die norwegische Maßnahme als „weiteren wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit“. Laut dem Ortungsdienst Vesselfinder lag die „Professor Moltschanow“ vor der Siedlung Barentsburg, wo Russland Bergwerke betreibt, vor Anker. Ein Polizeivertreter aus Spitzbergen bestätigte die Maßnahme.
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