DAX tritt nach Rekordflaute vor Zinsentscheid auf der Stelle
Wichtige Fakten
- • DAX fällt unter 26.000 Punkte.
- • Ölpreise über 90 Dollar je Fass.
- • EZB-Zinserhöhung gilt als sicher.
- • Broadcom verdoppelt KI-Umsatzprognose auf 230 Milliarden.
- • Wall Street erholt sich nach Verlustserie.
DAX nach Rekordhoch unter Druck
Der deutsche Leitindex ist nach seinem Rekordhoch vom vergangenen Freitag unter die Marke von 26.000 Punkten zurückgefallen. Am Mittwoch verlor der DAX 0,5 Prozent auf 25.839 Zähler und zeitweise notierte er so tief wie seit Ende Juli nicht mehr. Zum Handelsstart am Donnerstag deutet sich laut dem Broker IG ein leichtes Plus von 0,1 Prozent auf 25.870 Punkte an, jedoch fehlt es an Schwung, um das Rekordhoch von 26.618 Punkten erneut anzugreifen.
Belastungsfaktoren: Ölpreise und Inflationsangst
Die Kombination aus steigenden Ölpreisen, Inflationsangst und drohenden Zinserhöhungen durch die Notenbanken veranlasst Investoren, sich an die Seitenlinien zurückzuziehen, wie Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, betont. Die Energiepreise sind mit über 90 Dollar je Fass Brent oder WTI wieder deutlich angestiegen. Laut Lauren Cassidy vom Founders 100 ETF dauert der Krieg länger an als erhofft, was die Energiepreise hochtreibt und die Inflation nährt.
Zinserhöhungen erwarten
Die Verbraucherpreise in Deutschland und der Eurozone haben wieder stärker angezogen, weshalb eine zweite EZB-Zinserhöhung in der kommenden Woche als nahezu sicher gilt. Auch in den USA nehmen die Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik zu, da die Renditen steigen und Kredite verteuern. Das Beige Book der US-Notenbank Fed zeigt allerdings eine moderat wachsende US-Wirtschaft.
Positive Signale aus Übersee
Positive Impulse kommen von der Wall Street, wo sich der Dow Jones nach dreitägiger Verlustserie mit einem Plus von 0,6 Prozent erholte. Bundesweite Sorge bereiten dagegen die Konflikte und geopolitischen Risiken. Unterstützung kommt auch vom US-Chipkonzern Broadcom, der seine Prognose für KI-Chips deutlich anhob: Für das übernächste Geschäftsjahr wird eine Verdopplung auf 230 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, was die Hoffnung auf anhaltenden Technologie-Boom stärkt.
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