Oberstes Gericht stärkt Entschädigungsansprüche für schwer verletzte Geburtskinder
Wichtige Fakten
- • Supreme Court erlaubt Kindern mit Geburtsschäden Entschädigung für zukünftige Verdienstausfälle.
- • Urteil erhöht die Kosten für das NHS bei Geburtsfehler-Klagen erheblich.
- • Fall betrifft ein Mädchen mit Hirnschäden nach Sauerstoffmangel während der Geburt 2015.
- • Urteil kippt eine über 40 Jahre alte Rechtsprechung aus dem Fall Croke v Wiseman.
Hintergrund und Urteil
Das oberste Gericht in England hat entschieden, dass Kinder mit schweren Verletzungen während der Geburt künftig Entschädigung für zukünftige Verdienstausfälle ("lost years damages") fordern können. Das Urteil kippt eine über 40 Jahre alte Rechtsprechung und wird als Korrektur einer "historischen Ungerechtigkeit" bewertet, da bisher nur Erwachsene solche Ansprüche geltend machen konnten.
Fall und Auswirkungen
Der Fall betrifft ein Mädchen, das 2015 in Sheffield durch einen Fehler der Hebamme Hirnschäden erlitt und nur eine Lebenserwartung bis 29 Jahre hat. Das Urteil erhöht die Entschädigungssummen für das NHS, dessen Haftungen für medizinische Fehler bereits bei 60 Milliarden Pfund liegen, wobei ein Großteil auf Geburtsfehler zurückgeht. Experten warnen vor steigenden Kosten, betonen aber die Bedeutung von Prävention, um Schäden zu vermeiden.
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