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Wirtschaft 28.04.2026, 12:23 Aktualisiert: 28.04.2026, 18:03

Ölpreise steigen weiter: Iran-Krieg blockiert Straße von Hormus

Brent-Öl kostet über 111 Dollar pro Barrel.

Wichtige Fakten

  • Brent-Öl kostet über 111 Dollar pro Barrel.
  • Ölpreise liegen 50 Prozent höher als vor Kriegsbeginn.
  • Iran unterbricht Schifffahrt in der Straße von Hormus.
  • USA blockieren iranische Häfen, Kämpfe im Südlibanon.
  • Eurogruppe warnt vor größter Energiekrise aller Zeiten.

Die stockenden Verhandlungen zum Iran-Krieg treiben die Ölpreise weiter nach oben. Seit eineinhalb Wochen steigen die Notierungen wieder, nachdem Mitte April Hoffnung auf diplomatische Fortschritte den Preis für Brent-Öl kurzzeitig unter 100 Dollar gedrückt hatte. Am Morgen des 28. April kostete Brent wieder über 111 Dollar pro Barrel, die US-Sorte WTI näherte sich 100 Dollar. Damit liegen die Preise rund 50 Prozent über dem Niveau vor Kriegsbeginn Ende Februar.

Marktteilnehmer zeigen sich ernüchtert über die stockenden Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump sieht den jüngsten Vorschlag Teherans skeptisch: Der Iran bietet eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Kriegsende an, will über das Atomprogramm erst später verhandeln. Die Pattsituation an der Meerenge hält an: Der Iran unterbricht die Schifffahrt, die USA blockieren iranische Häfen, während die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Südlibanon weitergehen.

Die Knappheiten nehmen zu: Sechs iranische Öltanker mussten wegen der US-Blockade umkehren. Vor dem Krieg durchquerten täglich 125 bis 140 Schiffe die Meerenge. Der Präsident der Eurogruppe warnt vor einer historischen Notlage, sollte die Straße von Hormus nicht rasch geöffnet werden. Die Ausfälle bei Öl und Gas könnten größer sein als in früheren Krisen wie den 1970er Jahren oder nach dem Ukraine-Krieg.

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