Teilen:
International 22.02.2026, 03:19 Aktualisiert: 22.02.2026, 10:03

Olympia 2030: Frankreichs Planungen bleiben holprig trotz Vorbild Norditalien

Die Olympischen Winterspiele 2030 finden in Frankreich mit Standorten in Savoyen, Hoch Savoyen, Briancon und Nizza statt.

Wichtige Fakten

  • Die Olympischen Winterspiele 2030 finden in Frankreich mit Standorten in Savoyen, Hoch Savoyen, Briancon und Nizza statt.
  • Das Organisationskomitee ist zerstritten, viele Mitglieder haben bereits das Handtuch geworfen.
  • Investitionen von 1,4 Milliarden Euro sind geplant und lösen Kritik von Umweltschützern aus.
  • Das IOC entscheidet im Juni über neue Sportarten wie Telemark, Ice Cross oder Ski-Sprint.
  • Frankreich will von der Expertise der Sommerspiele 2024 und dem dezentralen Vorbild Norditalien profitieren.

Vorbereitungen mit Hindernissen

Die Planungen für die Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich sind weiterhin von internen Streits, Unklarheiten und Kritik geprägt. Das französische Organisationskomitee unter Präsident Edgar Grospiron ist heillos zerstritten, viele Mitglieder haben bereits das Handtuch geworfen. Im Elysée herrscht zunehmende Nervosität, ob Frankreich überhaupt rechtzeitig liefern kann. Trotz dieser Herausforderungen geben sich die Verantwortlichen optimistisch und versprechen "spektakuläre Winterspiele der Teilhabe und Innovation".

Unklare Details und geografische Ausdehnung

Noch sind viele Details unklar, darunter welche neuen Sportarten wie Telemark, Ice Cross oder Ski-Sprint zugelassen werden und welche Austragungsorte genau genutzt werden. Das IOC soll im Juni über die neuen Disziplinen entscheiden, was in den betroffenen Regionen für Unruhe sorgt. Die Spiele werden eine große geografische Ausdehnung mit Standorten in Savoyen, Hoch Savoyen, Briancon und dem Küstenort Nizza haben, sogar größer als bei den dezentralen Spielen in Norditalien.

Kritik und Herausforderungen

Umweltschützer und Kritiker üben scharfe Kritik an den horrenden Kosten von 1,4 Milliarden Euro. Grospiron betont, dass 85 Prozent der Austragungsorte bereits feststehen und Frankreich von der Expertise der Sommerspiele 2024 sowie dem Vorbild der dezentralen Spiele in Norditalien profitieren wird. Die Bilanz der Spiele in Norditalien zeigt gemischte Ergebnisse: Während die Stimmung in einigen Orten wie Cortina sensationell war, gab es Kritik an Umweltauswirkungen und weiten Wegen. Dennoch bleibt die Frage, ob die internen Querelen rasch beigelegt werden können, da neue Personal-Rochaden Zeit kosten, die langsam knapp wird.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.