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Wirtschaft 01.05.2026, 03:01 Aktualisiert: 01.05.2026, 06:00

Oxfam: Gehaltsschere zwischen CEOs und Beschäftigten drastisch gewachsen

CEO-Vergütungen laut Oxfam seit 2019 real um 54% auf 8,4 Mio. Dollar gestiegen.

Wichtige Fakten

  • CEO-Vergütungen laut Oxfam seit 2019 real um 54% auf 8,4 Mio. Dollar gestiegen.
  • Reallöhne der Beschäftigten weltweit im gleichen Zeitraum um 12% gesunken.
  • In Deutschland stiegen 25 Dax-CEO-Gehälter um 56% über Vor-Corona-Niveau.
  • Reallöhne deutscher Beschäftigter liegen unter dem Niveau von 2019.
  • Oxfam warnt vor Gefahr für Demokratie durch extreme Ungleichheit.

Einkommenskluft wächst drastisch

Die Einkommen von Konzernchefs und Beschäftigten gehen laut einer Analyse von Oxfam weltweit immer weiter auseinander. Seit 2019 stiegen die inflationsbereinigten Gehälter der Vorstandsvorsitzenden um 54 Prozent auf durchschnittlich 8,4 Millionen Dollar, während die Reallöhne der Beschäftigten um zwölf Prozent sanken. Auch in Deutschland beobachtet Oxfam eine ähnliche Entwicklung: 25 CEOs der Dax-40-Unternehmen verzeichneten einen Gehaltsanstieg von 56 Prozent gegenüber 2019, die Reallöhne der Beschäftigten liegen hingegen leicht unter dem Vor-Corona-Niveau.

Die Organisation Oxfam sieht in der immer extremeren Ungleichheit eine Gefahr für die Demokratie und fordert daher eine gezielte Besteuerung von Superreichen, höhere Spitzensteuersätze sowie gerechte Löhne. Zudem könnte die derzeitige Krise im Nahen Osten die Lage weiter verschärfen. Das UN-Entwicklungsprogramm warnt, dass im schlimmsten Fall infolge des Iran-Kriegs 32 Millionen Menschen zusätzlich in Armut rutschen könnten. Für die Studie zog Oxfam Daten von 1.500 Unternehmen in 33 Ländern heran, die CEO-Vergütungen für 2025 offengelegt haben.

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