Papst besucht „Land der Feuer“: Neue Zahlen zu Müll-Mafia
Wichtige Fakten
- • 563 Anzeigen 2026, 34 Verhaftungen, vier Mio. Euro Bußgelder.
- • Papst Leo XIV. besuchte Acerra und verurteilte Umweltverbrechen.
- • EU-Gericht bestätigte 2025 die Verantwortung Italiens für Müll.
Das „Land der Feuer“ nördlich von Neapel leidet seit Jahrzehnten unter der systematischen und illegalen Entsorgung von Giftmüll durch die Mafia-Organisation Camorra. Boden, Grundwasser und Luft sind durch Schwermetalle und andere Schadstoffe verseucht. Die Region um Acerra weist die höchste Krebserkrankungsrate Italiens auf.
Jetzt bekommt die internationale Aufmerksamkeit einen neuen Höhepunkt. Papst Leo XIV. besuchte die Stadt Acerra, traf mit Hinterbliebenen und Aktivisten zusammen und verurteilte die Verantwortlichen scharf. Der Bischof von Acerra, Antonio Di Donna, kritisierte den „Mirage fabulous earnings“ der Umweltsünder – die Illegalen Gewinne von Firmen, die ihren Giftmüll durch die Mafia entsorgen ließen.
Die Behörden zeigen nach Jahrzehnten langsam Erfolge: 2026 gibt es erstmals mehr Anzeigen und Festnahmen. Insgesamt 90 illegale Deponien wurde identifiziert, an 20 von ihnen wird bereits gearbeitet. Erforgdlich wären nach-Schätzungen 2,5 Milliarden Euro – bisher hat die Regierung über 60 Millionen Euro bereitgestellt. Betroffene bangen, dass ihre Heimat an der fehlenenFinanzierung krankt.
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