Pianist verliert Diskriminierungsklage gegen Melbourne Symphony Orchestra
Wichtige Fakten
- • Bundesgericht wies Klage des Pianisten Jayson Gillham ab.
- • Gillham wurde im August 2024 entlassen nach Kritik an Israels Journalisten-Tötungen.
- • Gericht sah keine Diskriminierung, sondern Schutz des Orchester-Rufs.
- • Orchester betont Neutralität im Gaza-Konflikt.
- • Gillham zeigt sich enttäuscht, will Urteil prüfen.
Klage abgewiesen
Das Bundesgericht Australiens hat die Klage des Konzertpianisten Jayson Gillham gegen das Melbourne Symphony Orchestra (MSO) am Freitag abgewiesen. Gillham hatte dem Orchester vorgeworfen, ihn wegen seiner politischen Überzeugungen zu Unrecht entlassen zu haben. Hintergrund war seine Kündigung im August 2024, nachdem er bei einem Konzert erklärt hatte, Israel habe gezielt Journalisten getötet, um die Berichterstattung über Kriegsverbrechen zu verhindern. Das Gericht unter Richter Graeme Hill stellte fest, dass der Pianist nicht wegen seiner politischen Ansichten diskriminiert wurde, sondern das Orchester seine Geschäftsinteressen und seinen Ruf schützte.
Reaktionen und Bedeutung
Gillham äußerte auf Instagram seine Enttäuschung und betonte, dass Künstler die Freiheit haben sollten, mit Integrität zu sprechen. Er kündigte an, das Urteil zu prüfen. Der Orchester-Vorsitzende Edgar Myer begrüßte das Urteil und hofft, dass sich das Unternehmen wieder auf die Musik konzentrieren kann. Dr. Giuseppe Carabetta von der University of Technology Sydney erklärte, dass das Urteil die Rechte von Arbeitgebern stärkt, die Nutzung ihrer Plattform für politische Äußerungen zu regulieren – sofern dies nicht zur Unterdrückung bestimmter Meinungen geschieht. Die Kostenentscheidung steht noch aus.
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