Polen tritt aus Minenverbot aus und plant Minen an Ostgrenze
Wichtige Fakten
- • Polen ist aus der Ottawa-Konvention von 1997 ausgetreten.
- • Das Land plant Antipersonen- und Panzerabwehrminen an Grenzen.
- • Minen sollen bei einheimischen Firmen bestellt werden.
- • Verminung innerhalb von 48 Stunden möglich bei Bedrohung.
- • Russland und USA haben Vertrag nie unterzeichnet.
Zusammenfassung
Polen ist offiziell aus der Ottawa-Konvention ausgetreten, einem internationalen Vertrag von 1997, der den Einsatz von Landminen verbietet. Nach eigenen Angaben plant das Land nun, seine Ostgrenzen zu Russland und Belarus mit Antipersonen- und Panzerabwehrminen zu schützen. Vizeverteidigungsminister Pawel Zalewski begründet dies mit aggressiven Absichten Russlands gegenüber seinen Nachbarn. Polen hatte die Konvention ursprünglich 2012 ratifiziert und seine Minenbestände zerstört, kündigte aber 2025 gemeinsam mit Finnland, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine den Austritt an.
Hintergrund und Planung
Die Minen sollen bei einheimischen Firmen bestellt und nur verlegt werden, wenn eine realistische Gefahr einer russischen Aggression besteht. Ministerpräsident Donald Tusk hat angekündigt, dass Polen in der Lage sein wird, seine Ostgrenze innerhalb von 48 Stunden zu verminen. Dies ist Teil der Verteidigungsstruktur an der Ostflanke der NATO in Polen. Russland und die USA hatten die Ottawa-Konvention nie unterzeichnet, was den Kontext für Polens Entscheidung mitprägt.
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