Polens Ex-Justizminister Ziobro flieht in die USA – Trump offenbar involviert
Wichtige Fakten
- • Polens Ex-Justizminister Ziobro ist in die USA geflohen.
- • Ihm drohen bei Verurteilung bis zu 25 Jahre Haft.
- • Er soll 35 Millionen Euro veruntreut haben.
- • US-Präsident Trump soll persönlich ein Visum vermittelt haben.
- • Polen stellt Auslieferungsersuchen an die USA.
Flucht in die USA mit Trump-Hilfe
Der ehemalige polnische Justizminister Zbigniew Ziobro, der in Polen wegen 26 Straftaten per Haftbefehl gesucht wird, hat sein Asyl in Ungarn verlassen und sich in die USA abgesetzt. Wie er dem Sender Republika bestätigte, flog er am Wochenende in die Vereinigten Staaten. Medienberichten zufolge soll US-Präsident Donald Trump persönlich ein Journalistenvisum für Ziobro vermittelt haben – gegen den Willen des US-Außenministers Marco Rubio.
Ermittlungen und Vorwürfe
Die polnische Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 55-Jährigen Gründung einer kriminellen Vereinigung und Veruntreuung von 35 Millionen Euro vor. Ziobro drohen bis zu 25 Jahre Haft. Er weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück und erklärte sich bereit, vor einem unabhängigen US-Gericht zu erscheinen. Ungarns neuer Premier Peter Magyar hatte zuvor angekündigt, Ziobros Asyl nicht zu verlängern.
Auslieferung und diplomatische Spannungen
Polens Justizminister Waldemar Zurek kündigte ein Auslieferungsgesuch an die USA an. Außenminister Radosław Sikorski forderte die USA auf, den Ex-Minister auszuliefern. Die Affäre könnte die polnisch-amerikanischen Beziehungen belasten. Der Verbleib von Ziobros ehemaligem Stellvertreter Marcin Romanowski ist weiter unklar.
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