Zehntausende fordern Rücktritt von Sánchez in Madrid
Wichtige Fakten
- • 80.000 Demonstranten laut Organisatoren gegen Sánchez in Madrid.
- • Polizei schätzt Teilnehmerzahl auf 40.000.
- • Gericht ermittelt gegen Ex-Premier Zapatero wegen Korruption.
- • Proteste weitgehend friedlich, kleine Gruppe von Durchbruchversuchen.
- • Sánchez' Frau und Bruder ebenfalls Korruptionsvorwürfe ausgesetzt.
Hintergrund der Proteste
Zehntausende Menschen haben in Madrid den Rücktritt von Regierungschef Pedro Sánchez gefordert. Die Organisatoren sprechen von 80.000 Teilnehmern, die Regierungsvertretung von etwa 40.000. Aufgerufen hatte ein Bündnis konservativer und rechter Initiativen, darunter Spitzenpolitiker der Volkspartei PP und der rechtsextremen Vox. Der Protestmarsch blieb weitgehend friedlich, vereinzelt versuchten Demonstranten, die Absperrungen um den Moncloa-Palast zu durchbrechen; die Polizei nahm mehrere Personen fest.
Korruptionsskandale als Auslöser
Auslöser der Proteste sind mehrere Korruptionsskandale. Ein spanisches Gericht hat Ermittlungen gegen den ehemaligen sozialistischen Ministerpräsidenten José-Luis Rodríguez Zapatero eingeleitet. Er steht im Verdacht, ein Netzwerk zur illegalen Einflussnahme und Geldwäsche aufgebaut zu haben, unter anderem im Zusammenhang mit Rettungskrediten für die Fluggesellschaft Plus Ultra. Zapatero wies die Vorwürfe zurück. Bereits zuvor waren Sánchez' Bruder David und seine Frau Begoña Gomez von Korruptionsermittlungen betroffen.
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