Polizei beendet Blockaden in Dublin nach sechstägigen Protesten gegen Spritpreise
Wichtige Fakten
- • Hunderte Polizisten räumten am Sonntag friedlich O'Connell Street in Dublin von Traktoren und Lkw.
- • Proteste von Landwirten und Spediteuren dauerten sechs Tage und blockierten landesweit Tankstellen und Straßen.
- • Ein Notfall-Kabinettstreffen soll gezielte Hilfen für besonders betroffene Sektoren beschließen.
- • 56% der Wähler unterstützen laut Umfrage die Proteste trotz Versorgungsengpässen.
- • Die Spritpreise sind durch den Nahostkonflikt seit letztem Monat um 20% gestiegen.
Polizeieinsätze beenden Blockaden
Die irische Polizei hat am Sonntagmorgen mit einem friedlichen Großeinsatz die Blockade der O'Connell Street in Dublin durch Traktoren und Lkw geräumt, nachdem die Proteste von Landwirten und Spediteuren gegen hohe Spritpreise bereits sechs Tage gedauert hatten. Parallel wurden auch Blockaden an Tankstellen in Galway und anderen Städten aufgelöst, wobei es teilweise zu Rangeleien und Pfefferspray-Einsatz kam.
Politische Krise und Hilfsmaßnahmen
Die Proteste haben zu einer politischen Krise geführt, die die Regierung spaltet: Einige Politiker fordern ein hartes Vorgehen gegen "wirtschaftliche Sabotage", andere plädieren für Entgegenkommen. Ein Notfall-Kabinettstreffen sollte am Sonntag gezielte, vorübergehende Hilfsmaßnahmen für Landwirtschaft, Transport und Fischerei beschließen, die aber erst nach Protestende veröffentlicht werden sollen.
Breite Unterstützung trotz Engpässen
Auslöser der Proteste ist ein 20%iger Anstieg der Spritpreise seit letztem Monat als Folge des Nahostkonflikts, der zu erheblichen Versorgungsengpässen an Tankstellen führte. Trotzdem unterstützen laut einer Umfrage 56% der Wähler die Demonstranten, was Analysten auf die allgemeine Lebenshaltungskostenkrise zurückführen. Die Protestierenden kündigten an, weiter zu demonstrieren, bis die Preise auf ein erträgliches Niveau sinken.
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