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Inland 01.07.2026, 09:57

Polizeifehler nach tödlicher Messerattacke: Grosses Fehlverhalten untersucht

Zwei Polizisten wegen möglichen groben Fehlverhaltens im Fall Henry Nowak untersucht.

Wichtige Fakten

  • Zwei Polizisten wegen möglichen groben Fehlverhaltens im Fall Henry Nowak untersucht.
  • 18-Jähriger wurde nach Messerattacke gefesselt, obwohl er sagte, erstochen worden zu sein.
  • Ermittlungen prüfen, ob Rasse oder Religion eine Rolle spielten.
  • Täter Vickrum Digwa zu 21 Jahren Haft verurteilt.
  • Urteil wird wegen möglicher Milde vom Generalstaatsanwalt überprüft.

Hintergrund des Falls

Im Dezember 2025 wurde der 18-jährige Student Henry Nowak in Southampton von Vickrum Digwa mit einer großen Klinge erstochen. Digwa, der die Waffe aus religiösen Gründen trug, täuschte die Polizei, indem er behauptete, selbst Opfer eines rassistischen Angriffs geworden zu sein. Dadurch behandelten die als erste am Tatort eintreffenden Beamten Nowak als Tatverdächtigen, fesselten ihn und leisteten keine Erste Hilfe, obwohl er angab, erstochen worden zu sein und nicht atmen zu können. Nowak verstarb noch am Tatort.

Ermittlungen der Polizeiaufsicht

Die unabhängige Polizeibeschwerdestelle (IOPC) leitete nun eine Untersuchung wegen groben Fehlverhaltens gegen die beiden Beamten ein. Grund sind mögliche Verstöße gegen Pflichten und Verantwortlichkeiten, die Anwendung von Gewalt sowie unehrenhaftes Verhalten. Die IOPC prüft, ob die Beamten die Schwere der Verletzung erkannten und ob Rasse oder Religion eine Rolle spielten. Besonders untersucht wird, warum Nowak gefesselt wurde, während Digwa bei seiner Festnahme nicht in Handschellen gelegt wurde.

Reaktionen und weiterer Verlauf

Die Familie Nowaks hatte formelle Beschwerden gegen die Polizei eingereicht und Vergleichprozesse angestoßen. Der Täter wurde im Juni 2026 zu lebenslanger Haft mit einer Mindeststrafe von 21 Jahren verurteilt. Die Generalstaatsanwaltschaft prüft derzeit, ob das Urteil zu mild ausfiel und legte Berufung ein. Für Anfang 2027 ist zudem eine vollständige gerichtliche Untersuchung von Nowaks Tod in Winchester geplant.

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