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Politik 01.05.2026, 12:12 Aktualisiert: 01.05.2026, 18:07

Pro-palästinensische Märsche in Großbritannien unter Druck

Zwei Juden in London-Golders Green niedergestochen, als Terrorvorfall eingestuft.

Wichtige Fakten

  • Zwei Juden in London-Golders Green niedergestochen, als Terrorvorfall eingestuft.
  • Justizministerin Alex Davies-Jones warnt vor gekaperten Märschen mit antisemitischen Parolen.
  • Oberrabbiner Ephraim Mirvis fordert sofortiges Verbot weiterer pro-palästinensischer Demonstrationen.
  • Terrorismus-Experte Jonathan Hall plädiert für Moratorium solcher Märsche.
  • Stop the War Coalition lehnt Verbot ab, verurteilt aber Antisemitismus.

Debatte um pro-palästinensische Märsche

Die britische Regierung steht nach einem Messerangriff auf zwei jüdische Männer in Golders Green verstärkt in der Kritik, nicht entschlossen genug gegen antisemitische Vorfälle bei pro-palästinensischen Demonstrationen vorzugehen. Justizministerin Alex Davies-Jones räumte ein, dass solche Märsche von Personen „gekapert“ würden, die „Zwietracht und Hass“ schüren wollten. Sie betonte jedoch das grundlegende Demonstrationsrecht und dass nicht alle Teilnehmer antisemitisch seien.

Sicherheit jüdischer Gemeinden

Der Polizeichef von London, Sir Mark Rowley, kündigte an, innerhalb der gesetzlichen Grenzen alles zu tun, um „das Sicherheitsgefühl“ zu maximieren. Er beantragte zusätzliche 300 Beamte zum Schutz jüdischer Gemeinden. Innenministerin Yvette Cooper äußerte sich bisher nicht dazu. Der unabhängige Antisemitismus-Beauftragte Lord Mann warnte, dass ein Anschlag auf Juden in den nächsten sechs Monaten „unvermeidlich“ sei.

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