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Politik 26.05.2026, 05:47 Aktualisiert: 26.05.2026, 08:06

Putins Macht bröckelt: Unmut in Russland wächst

Putins Zustimmung fiel auf 63%, ein 15-Jahres-Tief des Glücksindex.

Wichtige Fakten

  • Putins Zustimmung fiel auf 63%, ein 15-Jahres-Tief des Glücksindex.
  • Russische Wirtschaft schrumpft, Inflation treibt Lebensmittelpreise.
  • Internetabschaltungen lähmen Moskau und kosten Milliarden Rubel.
  • Eliten und Blogger zeigen sich zunehmend unzufrieden mit Putin.
  • Putin hat keinen Plan für Nachfolge oder Kriegsausstieg.

Putins Machtverlust: Zustimmung und Wirtschaft sinken

Fast fünf Jahre nach dem Einmarsch in die Ukraine zeigen sich zunehmende Risse in der Machtbasis von Wladimir Putin. Seine Zustimmungswerte sind von 83% im April 2022 auf 63% gesunken, ähnlich niedrig wie vor dem Krieg. Der russische Glücksindex der Bevölkerung erreichte im April 2026 den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Die Wirtschaft steckt in der Krise: Das Wachstum beträgt nur 0,4%, reale Rezession droht. Steigende Steuern und Inflation belasten die Haushalte gravierend.

Kontrollverlust im Inneren

Nicht nur die Bevölkerung ist unzufrieden. Auch pro-putinsche Blogger kritisieren zunehmend Probleme im Land. Drastische Internetabschaltungen durch den Geheimdienst haben Russlands digitale Wirtschaft lahmgelegt und Moskau mit zehntausenden Lieferfahrern kurzzeitig gelähmt – mit Schäden in Milliardenhöhe. Damit ist der ungeschriebene Gesellschaftsvertrag gebrochen, der die Bevölkerung vor den Kriegsfolgen schützen sollte. Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Städte verschärfen die Verunsicherung.

Die Elite zweifelt

Intern geht die Angst um: Kremleliten und Oligarchen sehen ein steuerloses Staatsschiff. Ex-Verteidigungsminister Schoigu gilt als potenzieller Herausforderer, aber Putin lässt sein Umfeld systematisch ausschalten. Die Sorge vor einer Katastrophe wächst. Putin selbst sitzt fest – ein Rücktritt ist keine Option wegen Kriegsverbrechervorwürfen und eines Haftbefehls. Er glaubt, nur an der Macht sicher zu sein, und denkt nicht an eine Nachfolge. Durch Schönfärberei der Generäle lebt er möglicherweise in einer alternativen Realität. Die nächsten Wahlen sind erst 2030 – aber die Frage ist, ob seine Macht bis dahin hält.

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