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International 11.04.2026, 00:13 Aktualisiert: 11.04.2026, 15:12

RMIT lässt Disziplinarverfahren gegen Studentin nach Gaza-Kritik fallen

RMIT University zog Disziplinarverfahren gegen Studentin Gemma Seymour zurück.

Wichtige Fakten

  • RMIT University zog Disziplinarverfahren gegen Studentin Gemma Seymour zurück.
  • Seymour kritisierte in einem Video die Verbindungen des RMIT zu Rüstungsfirmen.
  • Die Universität hatte Sicherheitsbedenken wegen der Veröffentlichung von Standortdaten.
  • Der Fall wurde nach einer Überprüfung ohne weitere Begründung fallengelassen.
  • Die Studentin feiert den Rückzug als Erfolg für Meinungsfreiheit und Protest.

Fallzusammenfassung

Die RMIT University in Melbourne hat ein Disziplinarverfahren gegen die Studentin Gemma Seymour eingestellt, nachdem sie in einem Social-Media-Video die Universität kritisiert hatte. Seymour hatte die RMIT der „Komplizenschaft mit Völkermord“ in Gaza beschuldigt, weil ihr Verteidigungs- und Luftfahrtzentrum Verbindungen zu Rüstungsunternehmen unterhält. Die Universität hatte zunächst argumentiert, dass das Video, das in einem Korridor des Zentrums aufgenommen wurde, den Standort öffentlich identifizierte und somit Sicherheitsrisiken für Einrichtungen, Mitarbeiter und Studierende darstelle.

Entwicklung und Reaktionen

In einer E-Mail an Seymour teilte die Universität mit, dass die für den 22. April 2026 geplante Anhörung zurückgezogen wird. Seymour, eine Kunststudentin, wertete dies als „Sieg für das Recht, Krieg und Völkermord zu kritisieren“. Die RMIT erklärte in einer Stellungnahme, dass sie Meinungsfreiheit unterstütze, solange sie gesetzeskonform und diskriminierungsfrei sei. Das Video war im August auf dem Instagram-Profil von RMIT Students for Palestine veröffentlicht worden und forderte die Schließung des Sir Lawrence Wackett Defence and Aerospace Centre.

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