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Rom verschärft Durchsetzung von Tempo 30 im historischen Zentrum
Im Jahr 2025 starben in Rom 124 Menschen im Straßenverkehr; darunter 60 Fußgänger.
Wichtige Fakten
- • Im Jahr 2025 starben in Rom 124 Menschen im Straßenverkehr; darunter 60 Fußgänger.
- • Zum Vergleich: In Berlin gab es im selben Zeitraum 37 Verkehrstote.
- • Das Tempolimit von 30 km/h gilt derzeit nur im historischen Zentrum Roms, einem Bereich mit Zufahrtsbeschränkungen, Kopfsteinpflaster und hohem Fußgängeraufkommen.
- • Auf breiteren Ausfallstraßen und nachts wird weiterhin oft deutlich schneller gefahren; auch Motorroller und E‑Scooter werden als Gefahr genannt.
- • Gesetzlich sind in Tempo‑30‑Zonen fest installierte Geschwindigkeitskontrollen nicht zulässig; die römische Polizei plant verstärkt den Einsatz mobiler Blitzer.
- • Die Stadt plant mittelfristig, Tempo 30 auf rund 70 Prozent des Straßennetzes auszuweiten.
- • Verkehrsdezernent Eugenio Patanè: Bei einem Zusammenstoß liegt die Sterblichkeit schwächerer Verkehrsteilnehmer bei rund 40 Prozent bei 50 km/h, bei etwa fünf Prozent bei 30 km/h.
- • Betroffene und Aktivisten, etwa Antonella Lascala (deren Sohn 2020 bei einem Überqueren eines Zebrastreifens in Rom getötet wurde), fordern konsequentere Kontrollen; an der Unfallstelle erinnert heute eine Parkbank an ihren Sohn.
- • In einem im Beitrag genannten Beispiel führte die Einführung eines neuen Tempolimits im ersten Jahr offenbar dazu, dass es keinen einzigen getöteten Fußgänger mehr gab – zuvor waren es mehr als 20.
- • Als positives Beispiel wird die finnische Hauptstadt Helsinki genannt, die zeitweise keine Verkehrstoten verzeichnete.
Rom verstärkt die Durchsetzung des Tempo‑30‑Limits im historischen Zentrum, um die hohe Zahl von Verkehrstoten zu senken. Im Jahr 2025 starben in der Stadt 124 Menschen im Straßenverkehr, darunter 60 Fußgänger – mehr als dreimal so viele wie in Berlin (37). Das Limit gilt bislang nur im historischen Zentrum, einem bereits zufahrtsbeschränkten Bereich mit vielen Fußgängern und Kopfsteinpflaster. Auf breiteren Ausfallstraßen und vor allem nachts wird jedoch weiterhin zu schnell gefahren; auch Motorroller und E‑Scooter gefährden Fußgänger.
Die Stadt und die Polizei setzen deshalb auf verstärkte Kontrollen mit mobilen Blitzern, weil fest installierte Kameras in Tempo‑30‑Zonen gesetzlich nicht zulässig sind. Verkehrsdezernent Eugenio Patanè verweist auf die drastischen Unterschiede bei Unfallfolgen: Bei 50 km/h sterben demnach rund 40 Prozent der schwächeren Verkehrsteilnehmer, bei 30 km/h nur etwa fünf Prozent. Mittelfristig plant Rom, Tempo 30 auf etwa 70 Prozent der Straßen auszuweiten.
Betroffene wie Antonella Lascala, deren Sohn 2020 auf einem Zebrastreifen in Rom getötet wurde, fordern konsequentere Kontrollen; an der Unfallstelle erinnert heute eine Parkbank an ihn. Im Beitrag werden zudem positive Beispiele genannt: In einem Fall führte die Einführung eines neuen Tempolimits im ersten Jahr offenbar dazu, dass keine Fußgänger mehr getötet wurden – zuvor waren es mehr als 20. Auch Helsinki wird als Stadt mit zeitweise keinem einzigen Verkehrstoten erwähnt.
Fazit: Die Hinweise aus Rom und vergleichbaren Fällen legen nahe, dass Tempo 30 Leben retten kann, wenn es ernsthaft durchgesetzt und durch infrastrukturelle Maßnahmen ergänzt wird. Bleiben Kontrolle und Maßnahmen aus, droht das Limit wirkungslos zu bleiben.
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