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Kultur 11.05.2026, 15:00 Aktualisiert: 11.05.2026, 23:06

Royal Opera House appelliert an Starmer: Sänger Paata Burchuladze in Georgien inhaftiert

Opernsänger Paata Burchuladze nach Protest in Georgien zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Wichtige Fakten

  • Opernsänger Paata Burchuladze nach Protest in Georgien zu sieben Jahren Haft verurteilt.
  • Royal Opera House appelierte an britischen Premier Keir Starmer zur Intervention.
  • Burchuladze war einer von über 100 politischen Gefangenen in Georgien.
  • EU setzte Beitrittsverhandlungen wegen demokratischer Rückschritte aus.
  • Vorwurf: Urteil soll Opposition gegen pro-russische Regierung abschrecken.

Hintergrund und Inhaftierung

Der weltbekannte georgische Opernsänger Paata Burchuladze wurde im Oktober 2025 festgenommen und im Mai 2026 zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der 71-Jährige hatte an friedlichen Protesten gegen die Regierung in Tiflis teilgenommen, nachdem er zuvor bei Demonstrationen gesungen hatte. Ihm wird vorgeworfen, einen Umsturz gegen die autoritär regierende Partei Georgischer Traum unter Führung des Milliardärs Bidsina Iwanischwili organisiert zu haben.

Internationaler Appell

Das Royal Opera House in London forderte Premierminister Keir Starmer in einem Brief auf, sich für Burchuladze einzusetzen. Der Castingdirektor Peter Katona bezeichnete die Anklage als erfunden und betonte, der Sänger werde aus politischen Gründen verfolgt. Burchuladze habe eine lange Karriere am Opernhaus und sei ein hochkarätiger Künstler. Auch die belgische Oper La Monnaie richtete eine ähnliche Bitte an den belgischen Premier. Das Foreign Office beobachtet die Lage und will sich auf die Wahrung der Rechte der Inhaftierten konzentrieren.

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