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International 29.05.2026, 05:48 Aktualisiert: 29.05.2026, 12:00

Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien: Empörung und Forderungen nach Konsequenzen

Russische Drohne schlug in Wohnhaus in Galati, Rumänien, zwei Verletzte.

Wichtige Fakten

  • Russische Drohne schlug in Wohnhaus in Galati, Rumänien, zwei Verletzte.
  • Rumänien, EU und NATO verurteilen Vorfall als schwerwiegende Eskalation.
  • NATO-Generalsekretär Rutte bekräftigt Bündnissolidarität und Verteidigungsbereitschaft.
  • Rumänien bestellt russischen Botschafter ein und bereitet diplomatische Maßnahmen vor.
  • Zelenskyj warnt vor neuer massiver russischer Offensive.

Drohneneinschlag in Galati

In der rumänischen Stadt Galati ist am Freitag eine mit Sprengstoff beladene Drohne in ein zehnstöckiges Wohnhaus eingeschlagen und im zehnten Stock explodiert. Zwei Personen wurden leicht verletzt, etwa 70 Bewohner evakuiert. Der Brand wurde gelöscht. Laut rumänischen Behörden war die Drohne Teil eines russischen Angriffs auf die Ukraine und drang in den NATO-Luftraum ein. Die Herkunft der Drohne ist noch nicht offiziell bestätigt, doch Rumänien macht Russland verantwortlich und spricht von einer „schweren und unverantwortlichen Eskalation“. Die Stadt Galati liegt nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Internationale Reaktionen

Die Reaktionen aus dem In- und Ausland sind scharf. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte den Vorfall als „rücksichtsloses Verhalten Russlands“ und bekräftigte die deutsche Solidarität. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einer weiteren Grenzüberschreitung Russlands und kündigte ein neues Sanktionspaket an. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sicherte Rumänien volle Unterstützung zu und betonte die Verteidigungsbereitschaft des Bündnisses. Frankreich, Großbritannien und zahlreiche andere Staaten äußerten ebenfalls Solidarität. Rumänien hat den russischen Botschafter einbestellt und bereitet diplomatische Konsequenzen vor.

Aktuelle Entwicklungen

Rumäniens Präsident Nicușor Dan berief den Obersten Verteidigungsrat ein und kündigte Maßnahmen gegen Russland an. Die Landung wird als schwerwiegendstes Sicherheitsereignis auf rumänischem Boden seit Kriegsbeginn gewertet. Zudem wurden neue Drohnenfunde in Rumänien gemeldet. Die NATO hat zugesagt, Luftverteidigungssysteme nach Rumänien zu verlegen. Der ukrainische Präsident Selenskyj warnte vor einer weiteren russischen Offensive und rief zu stärkeren Sanktionen auf. Polen äußerte sich verärgert über einen umstrittenen ukrainischen Militärehrennamen.

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